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provocirten und von Deutschen geschürten) Kulturkampfes unsere
Unterstützung der Regierung", während eine vierte Partei erklärt:
„Wir wollen die Beseitigung der jetzigen Staats- und Rechts
ordnung".
Das deutsche Volk wird auf die vollständige Erfüllung seiner
Wünsche bezüglich einer Besserung der wirthschaftlichen Lage und
eines richtigeren Steuersystems so lange verzichten müssen, als
gewisse Parteien durch ihr Verhalten in den Parlamenten und in
der Presse sich dem Borwurfe aussetzen, daß in ihnen der politische
Parteihaß größer ist, als die Vaterlandsliebe, daß vor: ihnen klein-
liche Fractions- und sonstige einseitige Interessen eifriger verfolgt
werden, als die allgemeinen Landesinteressen; daß sie weder Herz
noch Verständniß für das wirthschaftliche Elend und ebenso wenig
aufrichtige, thatbcreite Sympathien für sociale Reformen besitzen,
sondern statt deren der leidenden Bevölkerung parlamentarische und
publicistische Wortgefechte und Zänkereien bieten, statt mitzuwirken
bei der Beseitigung der Ursachen der gegemvärtig nod; andauernden
wirthschaftlichen Noth.
Das deutsche Volk, in den unseligen Parteihadcr mit hinein
gezogen , wird sich voraussichtlich erst dann zur Wahl von nur
seine und des Landes Interessen vertretenden Abgeordneten ent
schließen, wenn die Mehrheit seiner Glieder den festen Vorsatz faßt
und auch ausführt, die von den Regierungen vorgeschlagenen Wirth-
schafts- und Steuerreformen ohne jedes Vorurtheil lediglich auf
ihren praktischen Werth selbst zu prüfen und sich dabei von ihren
Widersachern weder durch schönklingcnde aber nebelhaft und ver
schwommene Phrasen, noch durch seichte Gegengründc beirren zu
lassen. Aldann wird das Volk zweifellos finden, daß die Vortheile
dieser Reformen für die Gesammtheit die etwa für Einzelne daraus
erwachsenden Nachtheile und Unbequemlichkeiten weit überwiegen,
weil es bei einer unparteiischen und sorgfältigen Beurtheilung der
selben zu Resultaten nachfolgender Art gelangen wird.