Full text : Der Zukunftsstaat und die Lösung der socialen Frage

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hat  sich  über  ihn  folgendermaßen  geäußert:  „Dieser  Mann  würde
das  Zeug  dazu  haben,  auch  unter  großen  Verhältnissen  sich  nicht
ins  Kleine  zu  verlieren  und  die  sociale  Bewegung  sogar  in  eine
freilich  nur  seinen  persönlichen  Wünschen  entsprechende  Bahn  zu
leiten,  wenn  er  ein  edles  Herz  zur  Verfügung  zu  stellen  und  der
gefährlichste  persönliche  Ehrgeiz  in  ihm  nicht  alles  Gute  und  Wahre
gefressen  hätte.  Aber  kalt  und  gleichgültig  dem  Massenelend  gegenüber ­
  stehend,  ist  trotz  aller  seiner  Versicherungen  vom  Gegentheil
unzweifelhaft  der  Zweck  all  seines  wüsten  Treibens  die  Erlangung
der  persönlichen  Herrschaft,  der  Diktatur.
Er  selbst  lacht  über  die  Narren,  die  seinen  Proletariatskatechismus ­
  nachbeten,  ebenso  wie  über  die  Bourgois.  Die  einzigen,
die  er  achtet,  sind  die  reinen  Aristokraten.  Um  diese  von  der  Herrschaft
  zu  verdrängen,  braucht  er  die  Proletarier  und  deshalb  hat
er  sein  System  mit  viel  Geschick  ans  diese  zugeschnitten."  Nicht
minder  ungünstig  lautet  v.  Trcitschkes  Urtheil  über  E.  Marx  anläßlich ­
  dessen  brutaler  Angriffe  auf  den  ihn  als  Nationalökonom
weit  überragenden  Roscher,  indem  er  von  ihm  sagt:  „Man  magan
C.  Marx  Buche  über  das  „Capital"  die  große  Belesenheit  und  den
Scharfsinn  im  Zerfasern  der  Begriffe  bewundern;  das  Eine,  was
den  wahren  Gelehrten  charakterisirt,  fehlt  ihm  gänzlich:  das  wissenschaftliche ­
  Gewissen.  Hier  ist  keine  Spur  von  der  Bescheidenheit
des  Forschers,  der  im  Bewußtsein  des  Nichtwissens  an  seinen  Stofs
herantritt,  um  unbefangen  zu  lernen.  Was  erst  bewiesen  werden
soll,  steht  aber  für  C.  Marx  von  Haus  aus  als  bewiesen  fest."
Nach  dem  Tode  von  Lassalle  folgten  Lconhardt  Becker,  Tölkc
und  Perl  in  der  Präsidentschaft  des  Allgemeinen  deutschen  ^Arbeitervereins, ­
  konnten  sich  aber  beim  Mailgel  an  dem  zu  einem  so
schwierigen  Posten  erforderlichen  Eigenschaften  in  derselben  nicht
lange  behaupten  und  nur  dem  Genie  und  der  Energie  ihres  Nachfolgers, ­
  des  Advokaten  v.  Schweitzer  alls  Frankfurt  a.  M.  gelang  es,
die  Auflösung  des  Vereins  noch  einige  Jahre  aufzuhalten.  Er  wurde
auf  der  fünften  Generalversammlung,  Mitte  Mai  1867,  in  Braun-
            
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