Full text : Der Zukunftsstaat und die Lösung der socialen Frage

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Max  Muller  vertritt  Darwin  gegenüber  den  Standpunkt,  daß  die
Sprache  den  specifischen,  durch  keine  Affenthcorie  zu  hebenden
Unterschied  zwischen  Mensch  und  Thier  bilde.  Hierher  gehört  auch
die  treffende  Antwort  Müllers  auf  den  Einwand  der  Darwinianer,
„daß  es  Wilde  gebe,  deren  Sprache  nicht  besser  sei.  als  das  Glucksen
der  Hühner  oder  das  Zwitschern  der  Vögel,  und  die  in  vielen
Punkten  tiefer  ständen,  als  die  höheren  Thiere."  Die  Antwort
lautet:  „Nun  gut,  angenommen  es  sei  so,  so  steht  nichts  dcstowcniger
  fest,  daß,  wenn  man  ein  neugebornes  Kind  dieser  glucksenden
und  zwiffchcrnden  Eltern  wegnimmt  und  es  mit  Kindern  der  höchstgebildeten ­
  Nationen  aufzieht,  dasselbe  deuffch,  französisch,  englisch
sprechen  lernt  wie  ein  deuffches,  französisches  oder  englisches  Kind.
Man  mache  denselben  Versuch  mit  dem  Säugling  eines  der  höchstgebildeten
  Thiere,  zweifüßig  oder  vicrfüßig,  und  er  wird  mißlingen.
Hier  ist  ein  Factum,  das  entweder  durch  Experimente  widerlegt  oder
von  den  Darwinianern  erklärt  werden  muß."
Zur  Vervollständigung  der  Beweise  von  der  Unwahrheit  der
darwinistischen  Schöpfungslehre  möge  noch  Folgendes  angeführt
werden:
1.  Der  Darwinismus  sucht  das  Unfaßbare  vom  Dasein  Gottes
und  seiner  Schöpfungen  durch  den  inhaltslosen  Begriff  „Urnatur"
  oder  schlichtwcg  „Natur"  zuzudecken.  Auf  die  unumgängliche ­
  Frage:  woher  kommt  der  Stoff?  begnügt  er  sich
mit  der  nichtssagenden  Antwort,  er  erkenne  keine  dem  Stoffe
vorangehende  Kraft  an.  Er  bleibt  aber  nicht  einmal  bei  der
Anschauung  der  puren  Naturwissenschaft,  d.  h.  nur  die  durch
Beobachtung  und  Wahrnehmung  erkannten  Thaffachcn  zum
Untersuchnngsgegenstandc  zu  machen,  consequent  stehen,  sondem
führt  statt  dessen  vage,  unbegründete,  auf  keine  Thatsachen  gestützte, ­
  ausgeklügelte  Theorien,  z.  B.  die  Zuchtthcorie,  den
Kampf  ìlms  Dasein  u.  s.  w.  ins  Feld.
2.  Ebensowenig  vermag  der  Dartvinismus  auf  die  Frage,  woher
der  erste  Anstoß  der  Bewegung  kommt,  welcher  der  aus  Stoff-
            
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