Full text: Der Zukunftsstaat und die Lösung der socialen Frage

44 
Partikelchen gebildeten Zelle die Kraft der Fortbildung verlieh, 
die zu bestimmter Gestaltung in der mannigfachsten Weise zu 
der unendlichen Reihe von Naturformen führt, eine genügende 
Antwort zu geben. Auch hier bleibt er bei bloßen unerklärten 
Thatsachen stehen und darin liegt gerade das indirecte Einge 
ständnis; des Vorhandenseins einer Schöpferkraft, die der Dar 
winismus aus bloßer materialistischer Neigung leugnet; da er 
den Uebcrgang vom Unorganischen zum Organischen nicht nach 
weisen kann, so hilft er sich mit dem Ausspruche, der Nach 
weis sei der Zukunft vorbehalten. Solche willkürliche Annahme 
entbehrt jedes naturwissenschaftlichen Charakters. 
Es ist höchst beklagenswerth, wenn selbst hochbegabte 
Vertreter der Wissenschaft diese entwürdigen und mißbrauchen, 
indem sie unter der Maske der Forscher nach Wahrheit und 
Licht der Menschheit den Glauben an eine höhere Weltordnung, 
die stärkste Stütze der Sittlichkeit, rauben und ihr dafür eine 
rein materialistische Weltanschauung aufdrängen wollen. Diesen 
Männern fehlt das wissenschaftliche Gewissen, welches sie ver 
hindern würde, auf unbestimmte und bezüglich ihrer Richtigkeit 
nicht erweisbare Annahmen gestützt, unser geistiges und sitt 
liches Leben vernichtende Irrlehren als Ergebnisse wissenschaft 
licher Forschung mit der Zumuthung, sic als richtig anzu 
erkennen, in die Oeffentlichkcit zu schleudern. Sind es aber 
nicht gerade falsche Ausgeburten einer falschen Wissenschaftlich 
keit, wie die Darwinistische Schöpfungslehre und die monistische 
Arten-Entwickelungstheorie, welche in den Köpfen halbgebildeter 
und wenig urtheilsfähiger Menschen die heillosesten Gemüths 
und Begriffsverwirrungen anrichten müssen, und die dann, wie 
die Erfahrung beweist, zur Freigeistcrei und zum Atheismus 
führen, ja sich bis zum Wahnwitze des Nihilismus und 
Communismus steigern? Soviel Unsinn übrigens Philosophen 
und Naturforscher schon in Systeme gebracht haben, die Red 
lichsten von ihnen gestehen offen ein, daß sic über die letzten
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.