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wegungserscheinungen der Gehirnfasern seien und mit dem Ge
hirn die Seele zugleich untergehe, eine durchaus irrige, was
übrigens auch durch die mit dem Chloroform gemachten Er
fahrungen erwiesen wird. Es ist nämlich durch vielfache Ex
perimente festgestellt worden, daß der mit Chloroform Betäubte
im Mittelrauschc während der Operation Alles, was um ihn
vorgeht und gesprochen wird, vernimmt, also seine Vcrstands-
thätigkeit nicht unterbrochen wird, nur daß er nicht im Stande
ist, irgend eine willkürliche Bewegung zu machen, auch weder
schmerz, noch Gefühl von Angst oder Furcht empfindet.
Es unterliegt keinem Zweifel, daß der unnatürliche Zu
stand des Körpers, Schmerzlosigkeit und Starrheit, daß die
künstlich vernichtete Function der Gefühls- und Bewegungs
nerven der denkenden Seele nichts anhaben, daß diese vielmehr
auch ohne materielle Nerven zu bestehen und zu functioniren
vermag.
Vermag nun schon menschliche schwache Kunst eine, wenn
auch nur vorübergehende Trennung der Verbindung der Thä
tigkeit der ^eele von der des Körpers zu bewirkcit, sollte es
da einer höhern Hand oder mächtigeren Kraft nicht noch viel
leichter oder natürlicher sein, der schon über die sinnliche Wahr-
nehmung gehobenen Seele eine Trennuitg vom Körper vorbe
reitend zu ermöglichen, welche sich mit dem Tode nur ganz
vollzieht, um bann auf dem von allen irdischen Schranken
freien Wege zu ihrer höhern Bestimmung weiter schreiten zu
können!
Unsere Sinneswerkzeuge, künstlich gebaute körperliche
Organe, dienen, wie die Leber, Lunge re., nicht mir zur Er
nährung ultd Erhaltung des Körpers, sondern haben auch die
Bestimmung, die Seelcnthätigkeiten der Außenwelt zur Er
kenntniß zu bringen; je normaler und vollkommener die Sinncs-
werkzeuge sich entwickelt haben, desto klarer und vollständiger
können die Seelcnthätigkeiten sich kund geben. Dieser Wahr-
Blume, Zukunft-staat. a