Object : Preußisches Landbuch

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Die  Stiftung  wird  verwaltet  von  einem  ans  fünf  Mitgliedern  bestehenden ­
  Kuratorium,  unter  welchen  wenigstens  zwei  ordentliche  Professoren ­
  der  Berliner  Universität  und  in  der  Regel  zwei  nicht  dazu  gehörende ­
  sich  befinden  müssen.  Das  Stipendiant  ist  zunächst  auf
200  Thlr.  festgesetzt.  Die  Stiftung,  deren  Kapital  sich  1864  auf
8000  Thlr.  belief,  steht  unter  Ober-Aufsicht  des  Ministeriums  der
geistlichen  Angelegenheiten,  doch  bleibt  dem  Kuratorium,  an  dessen  Spitze
zur  Zeit  Prediger  Sydow  steht,  die  Verfügung  über  die  Einkünfte
ohne  Einmischung  irgend  einer  Behörde  allein  überlassen.  Unter  den
zum  Genuß  des  Stipendiuins  sich  eignenden  jungen  Männern,  wozu
von  jedem  Mitglied  des  Kuratoriums  zwei  Kandidaten  vorgeschlagen
werden  können,  wird  das  Stipendium  als  Preis  demjenigen  ertheilt,
welcher  eine  auf  die  von  Schleicrmacher  vorzugsweise  mit  Liebe
und  Erfolg  behandelten  Studien,  auch  etwa  nach  Umständen  speziell
auf  sein  Wirken,  sein  Leben  und  seine  Schriften  sich  beziehende  Aufgabe ­
  am  gelungensten  löset.
Schlesische  Gesellschaft  für  vaterländische  Kultur  zu  Breslau.
Einer  der  ältesten  Vereine  des  Staats,  um  das  Jahr  1804  begründet.
Sie  zerfällt  in  zahlreiche  Sektionen  je  nach  den  zu  behandelnden  Gegenständen ­
  ;  18§-ì  waren  294  einheimische,  96  auswärtige  wirkliche,  44
Ehren-  und  222  korrespondirende  Mitglieder  vorhanden.  Die  Gesellschaft ­
  hat  ein  Effcktiv-Vcrmögen  von  5200  Thlr.  und  der  jährliche ­
  Einnahme-  und  Ausgabe-Etat  beläuft  sich  auf  2400  Thlr.
Schlesische  Stiftung  zn  Erfurt.
Sie  hat  ein  Kapital  von  950  Thlr.;  die  Zinsen,  zur  Unterstützung
armer  katholischer  Knaben  bestimmt,  sollen  vorläufig  zur  Vermehrung
des  Kapitals  bis  auf  2000  Thlr.  dienen.
Schlesischer  Forst-Verein.
1841  begründet,  bezweckt  er  nach  dem  Regulativ  vom  1.  Oktober
1855  unter  dein  Namen  einer  „Waldbau-Unterweisung,"  Forstlehrlingen,
Forst-Schtttzbeanlten,  Forst-Arbeitern  rc.  Gelegenheit  zu  geben,  sich  mit
denjenigen  Kultur-Methoden  durch  eigene  Anschauung  und  thätige
Theilnahme  praktisch  bekannt  zn  machen,  welche  in  anderen  Revieren
zur  Anwendung  kommen,  oder  welche  neu  erstehen.  Die  Meldungen
geschehen  bei  den  Oberförstern:  bedürftige  Lehrlinge  können  eine  Unterstützung ­
  erhalten.  Der  Präses  des  Vereins,  Ober-Forstmeister  v.
Pannewitz,  gründete  zugleich  einen  Sterbekassen-Verein  schlesischer
Forstbeamten,  der  1864  ein  Vermögen  von  7265  Thlr.  hatte.
Schlesischer  Freikuxgelder-FondS.
Er  hat  nach  der  Ordre  vom  9.  März  I860  (Gef.-Samml.  S.  48)
die  Bestimmung:  den  Bergleuten,  welche  ständige  Mitglieder  des  Riederschlesischen
  oder  des  Oberschlesischen  Knappschafts-Vereines  sind,  freien
Schttl-Uuterricht  für  ihre  schulpflichtigen  Kinder  zn  gewähren  und  die
kirchlichen  und  Schul-Einrichtungen  in  den  Bergbau-Distrikten  der
Provinz  Schlesien  zu  fördern.  Die  Einnahmen  bestehen  1)  in  dem
            
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