Full text: Preußisches Landbuch

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Casselsches Stipendium. 
Der Domherr Joachim Cassel zu Brandenburg legirte 1556 ein 
Kapital von 500 Gulden, dessen Zinsen mit 14^ Thlr. an bedürftige 
und würdige Stndirende vom Domkapitel zu Brandenburg auf 3 Jahre 
vergeben werden. v 
Ernst Ludwig Castnersches Legat, 
mittelst Testaments vom 3. Juni 1718 mit 650 fl. (433^-ThlrJ aus 
gesetzt, wovon 300 fl. für 10 Arme der Stadt Treptow a. R., 150 
fur das geistliche Ministerium, 150 für die Schnl-Kollegcn (jetzt des 
mmirnfiumg), 50 für bic @f. bofe# beßinmt fi„b. 
-aë légat ist in Grundstücken angelegt und bringt jährlich 118 Thlr. 
wovon ans die 10 Armen 50 Thlr. kommen. Die Empfänger wcr- 
namtt°ņ bCr Fàlie, und da diese ausgcstorben, vom Magistrat er- 
C ans se scher Preis- und Stipendien Fonds. 
Der Stifter dieses bei der Universität Breslau verwalteten Fonds 
Profestor der Theologie Johann Isaak Ludwig Causse, (ş zu Frank- 
a - ^ ^pril 1302) hinterließ sein Vermögen zu zwei wohl 
thätigen Stiftungen,einer Familicn-Stiftung und einer akademischenPreis- 
imb S#cnb,cn=e,fhinq. (Die einnoWc, o» 800 ^ir. ¡óbríich, soll 
J u , für drei Familien- und zu ş für zwei akademische Stipendien 
umurmbt Serben. ;n ben eraren flub biqemqcH, niddic 
Mn bm Mürbemi o. %onceig, iberni o,,f 
Wlttigswalde tu Ostpreußen, oder von dem verstorbenen Prediger der 
französischen Kirche Couderc, oder von besten Bruder, dem gewesenen 
Prediger Couderc zu Kassel, abstammen und einer Unterstützung be 
dürftig sind; zu den letzteren gelangen Stndirende der evangel. Theo 
logie. Neben den Stipendien bestehen 2 Preise -, 100 Thlr. für dic- 
lenigen, die am besten ein hebräisches Kapitel and dem alten Testament 
und ein Kapitel aus dem neuen Testament analysirt und erklärt haben. 
Cauti us de Beyii esches Prediger- und ñchullehrer-WittwenhauS zu Berlin. 
Der Kurfürstliche Ober-Einnehmer Canti ns erbaute in der Doro 
theenstraße ein Haus mit 4 Wohnungen, und bestimmte mit feiner 
Gattin geb. Crcllius dasselbe durch Urkunde vom 1 Januar 1686 
lieutenant de Bey ne bedachte die Stiftung mit mehreren Kapitalien 
imb H. ,cß beg «ite» .^1# bog feßiqe qröfterc (Do 
rotheenstr. 24.) erbauen. Es wohnen fünf Wittwen im Hanse, zwei 
außer demselben. Jede Wittwe hat 50 Thlr. Pension und bic in. 
Hause wohnenden nach außerdem 5 Thlr. Kanon. Die sechste und 
siebente Wittwe erhalten, wenn sie in Berlin wohnen, 40 Thlr, wenn 
sie in der Provinz wohnen und dort keine freie Wohnung geniesten 
20 Thlr. Mieths'Entschädigung. Beim Eintritt zahlt jede Wittwe
	        
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