108
Casselsches Stipendium.
Der Domherr Joachim Cassel zu Brandenburg legirte 1556 ein
Kapital von 500 Gulden, dessen Zinsen mit 14^ Thlr. an bedürftige
und würdige Stndirende vom Domkapitel zu Brandenburg auf 3 Jahre
vergeben werden. v
Ernst Ludwig Castnersches Legat,
mittelst Testaments vom 3. Juni 1718 mit 650 fl. (433^-ThlrJ aus
gesetzt, wovon 300 fl. für 10 Arme der Stadt Treptow a. R., 150
fur das geistliche Ministerium, 150 für die Schnl-Kollegcn (jetzt des
mmirnfiumg), 50 für bic @f. bofe# beßinmt fi„b.
-aë légat ist in Grundstücken angelegt und bringt jährlich 118 Thlr.
wovon ans die 10 Armen 50 Thlr. kommen. Die Empfänger wcr-
namtt°ņ bCr Fàlie, und da diese ausgcstorben, vom Magistrat er-
C ans se scher Preis- und Stipendien Fonds.
Der Stifter dieses bei der Universität Breslau verwalteten Fonds
Profestor der Theologie Johann Isaak Ludwig Causse, (ş zu Frank-
a - ^ ^pril 1302) hinterließ sein Vermögen zu zwei wohl
thätigen Stiftungen,einer Familicn-Stiftung und einer akademischenPreis-
imb S#cnb,cn=e,fhinq. (Die einnoWc, o» 800 ^ir. ¡óbríich, soll
J u , für drei Familien- und zu ş für zwei akademische Stipendien
umurmbt Serben. ;n ben eraren flub biqemqcH, niddic
Mn bm Mürbemi o. %onceig, iberni o,,f
Wlttigswalde tu Ostpreußen, oder von dem verstorbenen Prediger der
französischen Kirche Couderc, oder von besten Bruder, dem gewesenen
Prediger Couderc zu Kassel, abstammen und einer Unterstützung be
dürftig sind; zu den letzteren gelangen Stndirende der evangel. Theo
logie. Neben den Stipendien bestehen 2 Preise -, 100 Thlr. für dic-
lenigen, die am besten ein hebräisches Kapitel and dem alten Testament
und ein Kapitel aus dem neuen Testament analysirt und erklärt haben.
Cauti us de Beyii esches Prediger- und ñchullehrer-WittwenhauS zu Berlin.
Der Kurfürstliche Ober-Einnehmer Canti ns erbaute in der Doro
theenstraße ein Haus mit 4 Wohnungen, und bestimmte mit feiner
Gattin geb. Crcllius dasselbe durch Urkunde vom 1 Januar 1686
lieutenant de Bey ne bedachte die Stiftung mit mehreren Kapitalien
imb H. ,cß beg «ite» .^1# bog feßiqe qröfterc (Do
rotheenstr. 24.) erbauen. Es wohnen fünf Wittwen im Hanse, zwei
außer demselben. Jede Wittwe hat 50 Thlr. Pension und bic in.
Hause wohnenden nach außerdem 5 Thlr. Kanon. Die sechste und
siebente Wittwe erhalten, wenn sie in Berlin wohnen, 40 Thlr, wenn
sie in der Provinz wohnen und dort keine freie Wohnung geniesten
20 Thlr. Mieths'Entschädigung. Beim Eintritt zahlt jede Wittwe