Full text: Preußisches Landbuch

124 
dung zweier Stipendien an dortiger Universität (jetzt der Universität 
zu Breslau), ein Kapital von 2000 Thlr. und übertrug die Verwal 
tung und Kollation dem Rektor der Universität und einem Mitgliedc 
des Magistrats zu Frankfurt a. d. O. Es werden ans den Zinsen 
jährlich zwei Stipendien von je 40 Thlr. verliehen. 
Damenstift zu Barschau, 
für adelige Damen, 1789 von der Gräfin Campanini sür 10 ev. 
und 10 iati). Damen begründet. Die aufzunehmenden Fräulein dürfen 
nicht über 4000 Thlr. eigenes Vermögen besitzen; nur eine kleine Zahl 
wohnt im Stift, die übrigen beziehen außerhalb eine Pension von 
150 Thlr. Sie können sich verheirathen, in welchem Falle sie aus 
scheiden. Das Stift steht unter Ober-Aufsicht des Ober-Präsidenten 
von Schlesien; der ständische Administrator führt den Titel Propst. 
Damen-Stift zu Barth. 
Eine alte Stiftung der ehemaligen Landesherren von Rügen, vom 
Staat unterstützt. Die Verwaltung steht hauptsächlich dem Neu-Vor- 
pommerschcn Adel zu; aufnahmefähig sind Töchter aus adeligen Fami 
lien, welche im ehemaligen Schwedisch-Pommern Lchngesesien sind, oder 
auch Gesammthand an Schwcdisch-Pommcrschen Lehngütern haben; die 
Aufnahme geschieht nach der Reihenfolge der Anmeldung und Erlegung 
der Receptionsgebührcn. Das Patronat steht dem Könige zu und wird 
von der Regierung zu Stralsund verwaltet. Die Stiftung hatte int 
Jahre 1857 außer der Priorin und den 10 Konventualinnen, 4 Exspek 
tantinnen mit halber Hebung, 4 Participienlinnen des v. Th un sehen 
Legates, und sonstige Exspektantinnen ohne Hebung 73. 
Damen Stift zu Bergen. 
Eine alte landesherrliche Stiftung, durch Staats-Zuschüsse unterstützt. 
Die Stiftsstellen kommen den Töchtern Rügenfcher Edelleute, welche 
ein Lehngut auf der Insel Rügen besitzen oder doch agnatischc Rechte 
daran haben, nach der Reihenfolge der Anmeldung und der darüber 
gegen Erlegung des rcglementsmäßigen Einkanfsgeldes ertheilten Ex- 
spcktanzbriefe zu. Die Verwaltung der Stiftung hat hauptsächlich 
der Neu-Vorpommersche Adel, das Patronat steht dem Könige zu 
und wird von der Regierung zu Stralsund verwaltet. Die Stiftung 
hatte im Jahre 1857 außer der Priorin und 12 Kanonissinnen, 6 Ex- 
spektantinnen mit halber Hebung und 2 Exspcktantinnen des v. Thun- 
scheu Legats. Exspektantinnen ohne Hebung waren 56 vorhanden. 
Damen-Stift zu Eammin. 
Ein Königliches Stift oder Jnngfrauen-Klostcr, aus dem Jahre 1691 
stammend. Fünf Konventualinnen werden vom Könige auf den Vor 
schlag des Ministers deö Innern ans den unverehelichten bedürftigen 
Töchtern adeliger Familien des evang. Glaubensbekenntnisses ernannt, 
für die sechste, von Hans Heinrich v. Flemming im Jahre 1696 ge 
stiftete und dotirtc Stelle wird von der Familie v. Flemming ein
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.