Full text : Preußisches Landbuch

6

Bestimmungen  dem  jedesmaligen  Pfarrer  von  Groß-Zöllnig  überlassen
und  die  Verwaltung  von  dem  Fürstbischöflichen  General-Vikariat  in
Breslau  geführt  werden.
v.  Aemingascher  Stipendien  Fonds,
von  dem  Konsistorial-Direktor  von  Ae  minga  zu  Greifswald  im  Jahre
1769  gestiftet;  das  Kapital  beträgt  8500  Thlr.  Die  zum  Genuß  befähigten ­
  Stipendiaten  sind  Landeskinder,  auch  Mecklenburger;  Söhne
der  Professoren  und  Stadtkinder  bleiben  ausgeschloffen.  'Wenigstens
die  Hälfte  ber  zehn  Stipendiaten  muß  Jura  studiren,  alle  müssen  zwei
Jahre  die  Universität  Greifswald  besuchen,  und  vor  der  zweiten  Hebung ­
  öffentlich  disputiren.  Die  Stipendien  werden  auf  drei  Jahre
verliehen  und  vom  Rektor  und  Senat  konferirt.  —  Ein  zweiter  von
dem  Magister  v.  Aeminga  begründeter  Stipendien-Fonds  hat  350
Thlr.,  dessen  Zinsen  einem  Studircnden  der  Theologie,  welcher  an  die
Universität  Greifswald  nicht  gebunden  ist,  auf  3  Jahre  verliehen  werden. ­
  Die  Kollation  gebührt  dem  Rektor  und  Senat.
Aerztliche  Nnterstützungs-Kasse,
s.  Berliner  ärztliche  Uuterstützungs-Kaffe,  Hufelandsche  Stiftung  rc.
Agnes  -  Stiftung,
ein  seit  1828  in  Wesel  bestehender,  1838  durch  den  Ober-Präsidenten
genehmigter  Jungfrauen-Verein  zum  Zweck  der  Erziehung  und  Ausbildung ­
  verwahrlosetcr  Mädchen  für  häusliche  Geschäfte.  Der  Verein
erhielt  unterm  29.  Dezember  1847  beschränkte  Corporations-Rechte.
Die  im  Jahre  1846  verstorbene  Rentnerin  Christiane  Jeannette  Mora ­
  w  ska  vermachte  der  Anstalt  ein  Legat  von  2000  Thlr.,  im  Jahr
1861  belief  sich  das  Vermögen  auf  3500  Thlr.  und  der  Betrag  der
auf  24  Zöglinge  verwendeten  Kosten  400  Thlr.
Ague  ten-  Schale  zu  Köln,
ein  Privat-Jnstitut  auf  dem  Aposteln-Kloster,  in  welchem  70—80  Kinder ­
  armer  Eltern  bis  zum  Empfange  der  Kommunion  aus  den  Mitteln
eines  Vereins  unterrichtet  und  zum  Theil  auch  bekleidet  werden.
Akademie  der  Künste  zu  Berlin,
ein  Königliches  Institut,  1699  vom  Kurfürsten  Friedrich  III.  gestiftet, ­
  1786  dem  Wesen  und  Zwecke  nach  verändert,  1790  wiederum  reorganisirt
  und  1833  zum  Zwecke  der  Bildung  junger  Musiker  für  das
Fach  der  Composition  durch  eine  musikalische  Sektion  erweitert.  Die
ausgebildeten  jungen  Künstler  werden,  wenn  sie  sich  bei  Konkurrenzen
hervorgethan,  nach  Italien  gesendet  und  bleiben  als  Stipendiaten  der
Akademie  noch  zwei  bis  drei  Jahre  unter  deren  Aufsicht.  Ein  Mitglied ­
  der  Akademie  befindet  sich  zu  dem  Zweck  in  Rom  mit  dem  Aufträge, ­
  den  Stipendiaten  künstlerischen  Rath  zu  ertheilen.  Vgl.  Buchhorn, ­
  Guhl,  Meyerbeer,  Institut  zur  Beförderung  der  Künste
und  Handwerke  unter  den  Juden  rc.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.