Full text : Preußisches Landbuch

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stattet,  zu  unterrichten,  und  sie  wo  möglich  zu  nützlichen  Mitgliedern  der
bürgerlichen  Gesellschaft  heranzubilden.

Dent  sch  man  n  sche  Stiftung,
bei  der  Universität  Halle-Wittenberg.  Archidiakonus  M.  Jeremias
Deutsch  mann  zn  Wittenberg  vermachte  300  mst.  (262t  Thlr)  zu
einem  Stipendium  für  einen  Studirenden  aus  seiner  Freundschaft,  oder
einen  Bürgers-Sohn  aus  Jüterbog  auf  2  Jahre  (Koch  I.  446).
Diakonen-KrankenhauS  zn  Duisburg.
Ein  der  Rheinisch-Westphölischen  Pastoral-Gehülfen-Anstalt  gehöriges
Institut,  dessen  Einnahmen  (jährlich  etwa  2400  Thlr.)  durch  die  Pflegetosten ­
  gedeckt  werden;  das  Fehlende  wird  dnrch  die  Korporation  aus
milden  Gaben  bestritten.

Diakonissen-Anstalt  zu  Kaiserswerth.
Mutterhaus  der  in  Preußen  bestehenden  Anstalten  dieser  Art,  vom
Pastor  F  li  ebner  (t  1864)  gegründet,  von  dessen  Schwiegersohn
Disselhof  fortgeführt.  Die  damit  in  Berbindung  stehenden  Anstalten
sind  a)  ein  Krankenhaus,  tu  welchem  Kranke  aller  Konfessionen  für  einen
sehr  geringen  Pflegesatz,  Unvermögende  unentgeltlich  aufgenommen  und
die  Pflege-Schwestern  zn  ihrem  Berufe  vorgebildet  werden;  l»)  daö
ev  Asyl  für  entlassene  weibliche  Gefangene  und  das  Magdalenen-Stift
im  Jahre  1833  gegründet;  c)  das  Waisen  -  Stift  zur  Aufnahme  von
Mädchen  unter  12  Jahren,  welche  hier  zu  Schwestern  und  Lehrerinnen  ausgebildet ­
  werden.  Ein  Filial-Waisenhaus  besteht  in  Salem  bei  Ralingen, ­
  wo  die  ältern  Kinder  im  Sommer  einen  ökonomischen  Kursus
durchmachen;  d)  das  Seminar  für  Kleinkinder-,  Elementar-  und  Industrie-Lehrerinnen ­
  an  höheren  Töchterschulen  und  für  Gouvernanten;
e)  die  Heil-Anstalt  für  ev.  weibliche  Gemüthskranke  u.  f.  w.  Die
Anstalt  hat  eine  Menge  auswärtige  Stationen,  auch  im  Orient.  Die
Anstalt  erfreute  sich  der  besonderen  Unterstützung  Königs  Friedrich
Wilhelm  IV.,  wird  thcilweise  ans  dem  Polizei-Strasgelder-Fonds  (s.
d.)  bedacht  und  hat  auch  sonst  eine  Menge  Zuwendungen  erhalten,  so
im  Jahre  1864  4000  Gulden  von  der  verstorbenen  Diakonissin  Schepler
in  Frankfurt  a.  M.
Diakonissen-Kasse  zu  Aachen,

bei  der  ev.  Gemeinde;  sie  hatte  im  Jahre  1862  50,000  Thlr.  Kapital.

Diakonissen  Lehrhans  zn  Hilden  bei  Düsseldorf.
Ein  mit  der  Diakonisten-Anstalt  zu  Kaiserswerth  (s.  d.)  in  Berbindung
stehendes  Institut.  Es  umfaßt  ein  Pensionat  für  Töchter  gebildeter
Stände  und  eine  höhere  Töchterschule,  und  soll  das  große  Bedürfniß
befriedigen  helfen,  eine  christliche  Erziehnngs-Anstatt  für  diese  Töchter
darzubieten,  worin  sie  sowohl  in  Wissenschaften,  Sprachen  und  Fertigkeiten ­
  alle  nöthigen  Kenntnisse  erhalten,  als  auch  für  das  praktische,
häusliche  Leben  gebildet  und  ihrem  Heilande  zugeführt  werden.  Der
im  Jahre  1864  ans  einem  Grundstück  von  17  Morgen  aufgeführte
Bau  soll  die  Familien  -  Erziehung  der  Pensionärinnen  fördern,  die
            
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