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strats ebenfalls alle 2 Jahre am Sterbetage des Testators Unterstützungen
à 10 Thlr., unter Ermahnung zum christlichen Verbrauch von Seiten
des Geistlichen, erhalten. Falls sich nach 20jähriger Dauer der ersteren
Stiftung (a) deren Zweck bewahrt hat, soll auch die zweite (b) nach
denselben Grundsätzen zu einer ähnlichen Aufmunterungs- und Be
lohnungs-Anstalt erhoben werden, mit Prämien zu 20 Thlr. Das
Stiftungs-Kapital ist bei der Königl. Regierung zn Köslin niederge
legt und die Stiftung zu Lanenburg seit 1857 ins Leben getreten.
Drey se sch e Stiftung.
zur Unterstützung schuldlos verarmter Arbeiter der Gewehr-Fabrik zu
Sömmerda und ihrer Angehörigen. Jnl Jahre 1858 von dem Besitzer
der Fabrik, Geh. Kommissionsrath Drey se durch Ueberwcisung von
8000 Thlr. an die Stadtverwaltung begründet. Ende 1861 hatte sich
das Kapital durch Ersparnisse rc. auf 9530 Thlr. vermehrt.
'Diarie Drig alski,
geb. Kurczinna, stiftete am 16. Januar 1755 und 26. August 1763
bei der Universität Königsberg ein Stipendium mit 1100 Thlr. Das
selbe ist für Studirende zunächst ans ihrer Familie zu 4 jährigem Ge
nuß bestimmt. Der Fonds war im Jahre 1838 (Koch II. 555) aus
27611 Thlr. angewachsen. Von den Zinsen erhielt der Stipendiat
103 Thlr.
Joh. Conrad Drttke,
Ackerwirth von Dahl (+ in Paderborn 1848) hinterließ der Gemeinde
Alfen 2000 Thlr. zur Errichtung eines Armen-Fonds; der katholische
Pfarrer zu Borchen nebst zwei Mitgliedern der Gemeinde Alfen sollen
die Zinsen nach Abzug einiger Auslagen für geistliche Handlungen an
dürftige Einwohner der Gemeinde vertheilen.
D ü b e l l sches Bermächtiiiß,
zu Schulgeld für arme Kinder der Stadt Bahn bestimmt. Nach der
Stiftungs-Urkunde vom 2. Oktober 1790 bestand das Vermächtnis in
Grundstücken im Werthe von 450 Thlr., die aber in Kapital verwandelt
werden sollten. Die Aufsicht steht dem Schmiedegewerk in Bahn zu.
Dürer - Stiftung.
Eine deü Preußischen Staat mittelbar berührende Schöpfung der
„deutschen Künstlcr-Vcrsammlnng", bezweckt sie die Unterstützung hilfs
bedürftiger Künstler und deren Hinterbliebenen. Die Stiftung soll am
Geburtstage Albrecht Dürcr's (den 20. Mai) 1869 ins Leben treten,
ihre Wirksamkeit aber erst beginnen, wenn sie wenigstens ein Kapital
von 10,000 Thlr. besitzt.
Maria Elisabeth v. Dürham,
geb. Wülfing, Kriegs- und Domainen-Räthin zu Kleve (t 1771)
legirte zur Unterstützung der dortigen Armen und des dürftigsten Lehrers
ant Gymnasium ein Kapital in Höhe von 4500 Thlr.