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Heinrich Christoph Gottlieb Fischer,
Feldjäger (t 1842 zu Rössel), vermachte 1) ben Stadtarmen seiner
Heimat Acken a. E. ein Kapital von 2000 Thlrn., dessen Verwaltung
deni Magistrat übertragen ist. An dem Zinsengenusse sind die Armen
ohne Rücksicht auf die Confession betheiligt, hülfsbedürftige Verwandte
des Erblassers aber vorzugsweise zu berücksichtigen; 2) den Armen der
Stadt Rössel hinterließ er in gleicher Weise 1500 Thlr.
Joh. Gottfried Fischer,
Kommerzienrath zu Greiffenberg in Schlesien (t 22. December 1859)
übernnes der dortigen Stadt-Kommune 400 Thlr. mit der Bestimmung,
daß die Zinsen zur Bekleidung, Erziehung rc. einer vater- und mutter
losen Waise verwendet werden sollen.
Joh. Julie Fischer,
verw. Züchnermeistcr, geb. Gebauer zu Löwenbcrg, vermachte
(1864) der dortigen Stadt-Kommune 500 Thlr. Die Zinsen von 200
Thalern sollen alljährlich an 2 Wittwen oder Jungfrauen, die Zinsen
von 200 Thlrn. an 2 arme unbescholtene Bürger und die Zinsen von
100 Thlrn. an einen über 60 Jahr alten armen Bürger vertheilt
werden.
M. Joh. Gottlieb Fischer.
Diakonus zu Fischhauscn (+ 1796), begründete bei der Universität
Komgsberg mit 660 Thlrn. 60 Groschen ein Benefiz: a) für Söhne
des Diakonus in Fischhansen; b) der Fischhausenschcn Schul-Collcgen;
e) der Stadt- und Bürgerkinder daselbst, wenn sie Theologie studiren,
auf 3 oder 6 Jahre, wenn keine andern dergestalt Berechtigten vorhan
den sind. Ist gar kein Percipient auf der Universität, so komnien
Schüler der ersten Klasse, aus Fischhauscn gebürtig, die sich der Theo
logie widmen und auf den Gymnasien zu Königsberg sich vorbereiten;
nächst diesen kommen die beiden Schul-Collcgen znm Genuß, der aber
von Stund an aufhört, sobald sich ein Competent aus Fischhausen
meldet. Im Jahre 1838 betrug (Koch II. 552) das Kapital 490 Thlr.
— In Fischhausen besteht noch ein Magister Fischcr'schcs Lcgaten'
Kapital von 4440 Thlrn., dessen Revenüen zu Schulzweckeu, nanleiltlich
zu Lehrerbesoldungen verwendet werden.
Joh. Konrad Fischer,
Geh. Kommerzienrath zu Königsberg, vermachte 1821 der dortigen
Burg-Schule (s. d.) 40,000 Glllden. Die Ziusell sollen zum Besten
der Lehrer und armer Schüler verwendet werden.
Joh. Peter Fischer,
Pfarrer der St. Jakobi- Pfarr -Gemeinde %i( Köln (+ 1848) legirte
u. A. 3000 Thlr. zum Vortheile der armen und unbemittelten Kinder
der Gemeinde. Von den Zinsen sollen Kindern, welche die St. Jakobi-
Schule besuchen, Kleidungsstücke angekauft werden. Vgl. Waisenhaus
zu Köln.