194
zur Unterstützung bedürftiger Haus-Armen daselbst verwendet werden
sollen.
Freud e m annsche Stiftung,
zu Tangcrntünde. Ein altes, von dem Bürgermeister David Freude-
mann (1621) ausgegangenes Vermächtniß zur Verbesserung des Ein
kommens der Geistlichen. Jährliche Einnahme 30 Thlr., die in drei
Partien vertheilt wird.
Frey tag sches Stipendium.
Es wird von dem Magistrat zu Königsberg verwaltet und ist für Sst
Preußen, zunächst aus Friedland und der Altstadt Königsberg, welche
in Leipzig studiren, bestimmt.
Wilh. Zachariaö Friede,
Bankier zu Berlin (t 1840), überwies der Armen-Direktion 10,000
Thlr. zu einer Stiftung, von deren Zinsen jährlich am 2. Juni, sei
nem Geburtstage, an Bürger und Bürger-Wittwen Berlins, welche
durch Krankheit oder Altersschwäche in Noth gerathen sind, und wobei
diejenigen, welche bis dahin nicht Almosen empfangen, den Vorzug ha
ben, eine in monatlichen Raten zu zahlende Unterstützung von 30 bis
50 Thlr. für das laufende Jahr bewilligt und ausgezahlt werden
soll.
Fri edelsche Familien-Stiftung.
Der in Breslau 1840 + Partikulier Adolf Moritz Friedet bestimmte
letztwillig ein auf 4185 Thlr. festgestelltes Kapital zu einer Familien-
Stiftung, mit der Anordnung, daß die Zinsen immer bis zum Betrage
von 300 Thlr. aufgesammelt und alsdann einem Mädchen aus seiner
Verwandtschaft zur Ausstattung, oder in Ermangelung einer solchen
Bewerberin, einem jungen Manne aus seiner Verwandtschaft zum Be
ginn eines bürgerliches Geschäftes zugewendet werden. Die Verwal
tung der Stiftung ist dem Rabbinats-Vorstände der Synagogen-Ge
meinde in Breslau übertragen.
Fricdensgesellschaft für Litthauen zu Gumbinnen,
am Friedens- und Krönungsfeste den 18. Januar 1816 zur Unterstützung
hülfsbedürftiger junger Leute, die eine vorzügliche Befähigung und
eine entschiedene Neigung für Studium, Kunst oder höheres Gewerbe
kundgeben, gestiftet. König Friedrich Wilhelm III. ertheilte ihr Kor-
Poraìious-Rechte, schenkte 9900 Thlr. znm Stiftungs-Fonds und der
Präsident der Regierung zu Gumbinnen ist deshalb Staats-Kommissa-
rius bei der Stiftung. Die letzten Statuten erhielten unterm 23. April
1847 die Königliche Bestätigung. Die Gesellschaft hatte 1861 150
Mitglieder, 12,770 Thlr. Vermögen und jährlich 900 Thlr. Einnahme.
Sie verlieh 20 Stipendien und zahlte außerdem noch Unterstützungen.
Friedensgesellschaft für Westpreußen zu Danzig,
am 3. August 1816 von einein Vereine wohlgesinnter Männer zur
Uuterstützuug ausgezeichneter Talente gestiftet und nach der in Gum-