Full text : Preußisches Landbuch

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deren  Zinsen  vornehmlich  so  verwendet  werden  sollen,  daß  davon  alten
und  armen  Wittwen,  auch  andern  kränklichen  Personen,  die  kümmerlich ­
  leben,  dabei  ungesund  sind,  besonders  auch  invaliden  bleffirtcn,
Soldaten  soviel  als  möglich  Unterstützung  und  Hülfe  zu  leisten  ist.
Das  Kapital  wird  bei  der  städtischen  Haupt-Stiftungökasse  verwaltet
und  hat  sich  bis  1845  (Lisco  S.  81)  auf  12,325  Thlr.  vermehrt.
Friedrich-Gustav-Stiftung  zu  Vluyn  (Mörs).
Ein  Institut  zur  Erziehung  von  Waisenkindern.  Vermächtniß  der  Freiin
v.  d.  Leyen-Blömersheim  geb.  v.  Haynan  von  100  Thlr.  (1864).
Andreas  Ferd.  Friedrich,
Kaufmann  zu  Königsberg  (f  1836),  bestimmte  sein  Haus  und  ein
Kapital  von  4333}  Thlr.  zu  einer  Stiftung  für  verarmte  Verwandte.
In  dem  Hause  sollten  zwei  Stifts-Personen  Wohnung  finden,  und  in
Ermangelung  von  Familiengliedern  auch  hülssbedürftige  Fremde  vom
Handelsstande  berücksichtigt  werden.  Die  Verwaltung  der  Stiftung  hat
das  Vorsteher-Amt  der  Kaufmannschaft,  unter  Aufsicht  der  Regierung.
Friedrichs  Gewerbe-Stipendium.
Im  Jahre  1840  bei  der  Erinnerungsfeier  des  Tages,  an  welchem
Friedrich  11.  vor  100  Jahren  den  Thron  bestieg,  beschlossen  Magistrat
und  Stadtverordnete  zu  Berlin  ein  Denkmal  zu  stiften  durch  ein  Stipendium ­
  von  jährlich  600  Thlr.,  welches  in  Summen  von  50  Thlr.
jungen,  aus  Berlin  gebürtigen,  zünftigen  Handwerkern,  die  in  ihrer
Lehrzeit  Fleiß  und  Tüchtigkeit  bewiesen  haben,  nach  überstandenen  Lehrjahren ­
  zu  ihrer  ferneren  Ausbildung  gezahlt  und  allenfalls  auf  2  Jahr
gewährt  werden  soll.  Das  Kuratorium  der  Stiftung  besteht,  unter
dem  Vorsitze  des  zweiten  Bürgermeisters,  aus  den  Assessoren  der  Gewerke ­
  und  einigen  Stadtverordneten.
Friedrichs-Gymnasium  zu  Berlin.
Eine  städtische  Anstalt,  am  11.  April  1850  alö  höhere  Lehranstalt  eröffnet, ­
  seit  1856  zu  Ehren  Friedrichs  des  Großen  „Friedrichs-Gymnasium"
  genannt;  verbunden  mit  einer  Realschule  1.  Ordnung  und
einem  Institut  zur  Ausbildung  von  Lehrern  für  neuere  Sprachen.  Die
zehnte  Stelle  ist  eine  Freistelle.  Es  besteht  seit  1858  ein  Stipendium
des  Stadtbezirks  74  a.,  bei  der  Auflösung  eines  Darlchns-Vcrcins  begründet; ­
  auch  wird  aus  dem  Ertrage  musikalischer  Abend-Unterhaltungen
ein  Gesangs-Stipendium  hergestellt.
Friedrichs-Gyiunasium  zu  Breölau.
Ein  Königliches  (ev.  reformirtcs)  Institut,  1765  als  Real-Schule  aus
milden  Gaben  gegründet,  seit  1812  Friedrichs-Gymnasium.  Eichb
  ornsches  Stipendium  für  einen  Theologen  rcformirter  Konfession;
auch  ist  1817  ein  Schüler  -  Stipendium  gegründet,  dessen  Kapital  zur
Zeit  2000  Thlr.  beträgt  (Wiese  S.  169).
Friedrichs-Gyiniiasium  zu  Frankfurt  Ñ.  O.,
in  seiner  jetzigen  Gestalt  seit  1813  bestehend.  Mit  einem  aus  alter
            
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