Full text : Preußisches Landbuch

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zur  Unterstützung  bedürftiger  Haus-Armen  daselbst  verwendet  werden
sollen.
Freud  e  m  annsche  Stiftung,
zu  Tangcrntünde.  Ein  altes,  von  dem  Bürgermeister  David  Freudemann
  (1621)  ausgegangenes  Vermächtniß  zur  Verbesserung  des  Einkommens ­
  der  Geistlichen.  Jährliche  Einnahme  30  Thlr.,  die  in  drei
Partien  vertheilt  wird.
Frey  tag  sches  Stipendium.
Es  wird  von  dem  Magistrat  zu  Königsberg  verwaltet  und  ist  für  Sst
Preußen,  zunächst  aus  Friedland  und  der  Altstadt  Königsberg,  welche
in  Leipzig  studiren,  bestimmt.
Wilh.  Zachariaö  Friede,
Bankier  zu  Berlin  (t  1840),  überwies  der  Armen-Direktion  10,000
Thlr.  zu  einer  Stiftung,  von  deren  Zinsen  jährlich  am  2.  Juni,  seinem ­
  Geburtstage,  an  Bürger  und  Bürger-Wittwen  Berlins,  welche
durch  Krankheit  oder  Altersschwäche  in  Noth  gerathen  sind,  und  wobei
diejenigen,  welche  bis  dahin  nicht  Almosen  empfangen,  den  Vorzug  haben, ­
  eine  in  monatlichen  Raten  zu  zahlende  Unterstützung  von  30  bis
50  Thlr.  für  das  laufende  Jahr  bewilligt  und  ausgezahlt  werden
soll.
Fri  edelsche  Familien-Stiftung.
Der  in  Breslau  1840  +  Partikulier  Adolf  Moritz  Friedet  bestimmte
letztwillig  ein  auf  4185  Thlr.  festgestelltes  Kapital  zu  einer  Familien-Stiftung,
  mit  der  Anordnung,  daß  die  Zinsen  immer  bis  zum  Betrage
von  300  Thlr.  aufgesammelt  und  alsdann  einem  Mädchen  aus  seiner
Verwandtschaft  zur  Ausstattung,  oder  in  Ermangelung  einer  solchen
Bewerberin,  einem  jungen  Manne  aus  seiner  Verwandtschaft  zum  Beginn ­
  eines  bürgerliches  Geschäftes  zugewendet  werden.  Die  Verwaltung ­
  der  Stiftung  ist  dem  Rabbinats-Vorstände  der  Synagogen-Gemeinde ­
  in  Breslau  übertragen.
Fricdensgesellschaft  für  Litthauen  zu  Gumbinnen,
am  Friedens-  und  Krönungsfeste  den  18.  Januar  1816  zur  Unterstützung
hülfsbedürftiger  junger  Leute,  die  eine  vorzügliche  Befähigung  und
eine  entschiedene  Neigung  für  Studium,  Kunst  oder  höheres  Gewerbe
kundgeben,  gestiftet.  König  Friedrich  Wilhelm  III.  ertheilte  ihr  Kor-Poraìious-Rechte,
  schenkte  9900  Thlr.  znm  Stiftungs-Fonds  und  der
Präsident  der  Regierung  zu  Gumbinnen  ist  deshalb  Staats-Kommissarius
  bei  der  Stiftung.  Die  letzten  Statuten  erhielten  unterm  23.  April
1847  die  Königliche  Bestätigung.  Die  Gesellschaft  hatte  1861  150
Mitglieder,  12,770  Thlr.  Vermögen  und  jährlich  900  Thlr.  Einnahme.
Sie  verlieh  20  Stipendien  und  zahlte  außerdem  noch  Unterstützungen.
Friedensgesellschaft  für  Westpreußen  zu  Danzig,
am  3.  August  1816  von  einein  Vereine  wohlgesinnter  Männer  zur
Uuterstützuug  ausgezeichneter  Talente  gestiftet  und  nach  der  in  Gum-
            
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