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Conrad zu Berlin unter sich eine Summe von 1000 Thlr. und
überwiesen dieselbe der Armen-Direktion. Die Zinsen dieses Kapitals
sind in Raten von 10 Thlr. jährlich am 25. Januar jeden Jahres
an würdige und bedürftige Männer und Wittwen, unter welchen ehe
malige Brauer und Braucrknechte und deren Wittwen den Vorzug haben
sollen, zu vertheilen; etwamge Ucberschüsie über je 10 Thlr. sollen so
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Friednch-Wilhelms-Stiftung zu Bonn
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Schlesische Pn»; Friedrich-Wilhelms Stiftung zu Breslau.
1857 von einem Komitá zum Andenken an die Vermählung des Prinzen
Friedrich Wilhelm von Preußen begründet. Zweck der demnächst am
18. Januar 1858 ins Leben getretenen Stiftung ist die Unterstützung
junger Leute, welche ihre Ausbildung auf höheren landwirthschaftlichen
Lehranstalten, oder auf Ackerbau-Schulen, auf höheren oder niederen
gewerblichen Instituten oder auf Handels-Schulen suchen, oder ein Hand
werk erlernen, oder sich in demselben vervollkommnen wollen, endlich auch
einzelne Zweige und Nebenzweige der Landwirthschaft zu fördern. Es
werden verliehen a) Stipendien von 100 Thlr. zum Besuch einer höheren
landwirthschaftlichen Lehranstalt oder eines höheren gewerblichen Instituts;
>) Etlpelldien von 80 Thlr. zum Besuch von Äckerbau-Schulen oder
Handels-Schulen und gewerblichen Lehranstalten; e) Unterstützungen
Behufs Erlernung eines Handwerks oder zur Vervollkommnung in dem
selben. Der Stiftungs-Fonds wurde durch freiwillige Beiträge, welche
lnfangs 18jU lwreits auf 26,000 Thlr. sich beliefen, zusammen ge
rächt; aus den Zinsen destelbcn sollen die Unterstützungen bestritten
und das Kapital allmälig bis auf 100,000 Thlr. gebracht werden.
Protektor der Stiftung, welche 1859 die Rechte einer juristischen Per
ón erhalten hat, ist der Kronprinz. An der Spitze deö Kuratoriums
stehen der Ober-Präsident und Graf Burghaus auf Laasan.
Friedrich-Wilhelms. Stiftung zii Erfurt.
Êjc W cinen ion 1160 Thlr., dessen Zinsen jährlich am
J' ÍSLÍ“:? b i e . Verwaltung der evang. milden Stiftungen an
alte hülfsbedürftige Einwohner vertheilt werden.
Friedrich-Wilhelms-Stiftung zu Görlitz,
vom à.ģîşiŗat und den Stadtverordneten am Huldigungsfestc, 15. Ot-
k°r 1?40, begründet. Sie ist mit 5000 Thlr. dotirt, deren Zinsen
für höhere Real- und gewerbliche Ausbildung darch Stipendien und
n erstützung deö Unterrichts verwendet werden. Kommerzienrath Ge-
100 Thlr à bCr Şî'şiung 500 Thlr., Bürgermeister Demiani