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an Feldzügen theilgenommen oder den Anspruch auf Civil-Versorgung
erworben haben. Sie zählt an 1200 Schüler und Schülerinnen, und
ist so botivi, daß nicht allein der Unterricht völlig frei ertheilt wird,
sondern die Kinder auch die Lehrmittel und die Materialien für die
Industrie-Schule, Wolle, Leinwand und dergl. zur Anfertigung von
Bckleidungsgegenständen, worin sic von den Lehrerinnen und einem
Schneidermeister unterrichtet werden, frei geliefert erhalten. Selbst die
Mittel zu den jährlichen Schulfesten sind durch Königliche Munifice»;
bewilligt.
Gartzsche Armen-Stiftung,
von dem Pastor Gartz zu Gladbach (Düren) 1641 für Arme aus
der Familie Gartz und Brodesserund aus dem Orte Widdig (Bonn)
begründet. Kapital 1538 Thlr.
Gassersche Stiftung,
von dem 1834 in Neustadt Magdeburg + Apotheker Gasser und desien
Wittwe, geb. Preitz errichtet. Sie ist 1847 ins Leben getreten und
hat ein Kapital von ungefähr 13,000 Thlr., dessen Zinsen zur Unter
stützung der Armen und Hülfsbedürftigen der Neustadt bestimmt sind.
Die Verwaltung steht dem Magistrat zu und cs werden zur Zeit 15
Präbenden à 20 Thlr., 80 Thlr. zu Holz-Unterstützungen und 60 Thlr.
zu einem Universitäts-Stipendium vergeben.
Gasthaus zu Orsoy (MörS),
eine alte Anstalt zur Aufnahme von zwei evangelischen und zwei ka
tholischen Armen. Die Einkünfte betragen jährlich etwa 66 Thlr.
Gasthaus zu Recklinghausen.
Ein Armenhaus uralter Stiftung mit jährlich 725 Thlr. Einkünften.
Das Haus nimmt 12 alte hülflose Frauen auf.
Gasthaus zu Rheinberg ('Mtörö),
eine selbstständige katholische Stiftung, welche täglich etwa 14 Personen
verpflegt, 19,000 Thlr. und einiges Grund-Eigenthum besitzt und von
ihren Einkünften (jährlich 1226 Thlr.) an die bürgerliche Armen-Ver-
waltung 700 Thlr. abgiebt.
Gasthaus zu Vreden (Ahaus).
Eine alte Stiftung, deren Vermögen in Grundstücken und Kapitalien
etwa 36,000 Thlr. beträgt.
Gasthaus-Armen-Stiftung zu Emmerich.
Sie hat den Zweck, Arme und Reisende, besonders Geistliche zu be
wirthen, die Arzneikosten für arme Kranke zu bestreiten rc. Vermögen
in Grundstücken 22,500, in Kapital 12,500 Thlr. 1861 wurden
1250 Thlr. Unterstützungen gegeben. Die Ueberschüsse fließen zur all
gemeinen Armenkasse.
Gasthaus-Fonds zu Duisburg.
Ein städtischer Fonds zur Uuterstützung der Armen und zur Unterhal
tung des städtischen Krankenhauses. Vermögen etwa 90,000 Thlr.