Full text : Preußisches Landbuch

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Christian  Gottlieb  Geisler,
Freibauergutsbesitzer  zu  Johnsdorf  (Schönau)  und  dessen  Ehefrau  geb.
Scholz  vermachten  (1862)  der  Kirche  zu  Schönwaldau  500  Thlr.,
und  der  ev.  Schule  in  Johnsdorf  zur  Bestreitung  des  Schulgeldes  für
arme  Kinder  100  Thlr.  Die  Wittwe  G  eis  ler  legirtc  der  Schulkafse
in  Johusdorf  noch  500  Thlr.,  deren  Zinsen  so  lange  zum  Kapital  geschlagen ­
  werden  sollen,  bis  aus  diesen  ein  eignes  Schulgebäude  hergestellt ­
  werden  kann.
Geißlingersche  Stiftung,
zur  Bekleidung  armer  Waisen  in  Wanzleben,  welche  die  Stadt-Schule
besuchen.  Kapital-Fonds  2500  Thlr.  Gold.
Gelpische  Stiftung,
begründet  von  Barbara  Babette  Gölpi  zu  Breslau  (t  1856),  welche
3200  Thlr.  mit  der  Bestimmung  aussetzte,  daß  die  Zinsen  davon  jährlich ­
  an  vier  arme  katholische  Kaufmanns-Töchter,  oder,  wenn  solche
nicht  vorhanden,  Bürger-Töchter  vertheilt  werden  sollen.  Die  Verwaltnng
  der  Stiftung  steht  dem  Fürstbischöfe  von  Breslau  zu.  Auch  vermachte ­
  die  Gelpi  dem  Krankenhause  der  Elisabethincrinnen  2000  Thlr.
zur  Fundirung  eines  Krankenbettes.
General-Armenfonds  zn  Münster.
Er  ist  ans  der  Vereinigung  vieler  kleinen  Stiftungen  entstanden,  hat
mancherlei  Zuflüsse  und  leistet  sowohl  die  stiftungsmäßigcn  Unterstützungen, ­
  wie  die  Ausgabe  für  die  gewöhnliche  Armenpflege  der  Stadt.
Er  hat  175,000  Thlr.  Kapital-Vermögen,  empfängt  9000  Thlr.  Zuschüsse ­
  ans  anderen  Stiftungen  und  hat  eine  jährliche  Einnahme  von
20,000  Thlr.
General-Büchsenkasse,
ein  seit  Mitte  des  vorigen  Jahrhunderts  in  Wernigerode  bestehendes
gräfliches  Institut,  um'  den  in  herrschaftlichen  Diensten  stehenden  Arbeitern ­
  bei  Unglücks-,  Krankheits-  und  Sterbefällcn  eine  Beihülfe  zu
gewähren.  Seit  1842  ist  der  Beitritt  geboten,  an  Beiträgen  werden
5  —  6Şf.  vom  Thaler  2ohn  gezahlt;  die  Herrschaft  zahlt  Zuschüße.
Die  Kasse  hat  etwa  1000  Mitglieder,  von  denen  600  bei  der  Forst-Verwaltung,
  320  bei  der  Berg  -  und  Hütten-Verwaltung,  50  bei  der
Ehaussce-Verwaltnng  beschäftigt  sind.  Jährliche  Einnahme  17  —1800
Thaler,  Kapital-Vermögen  5700  Thlr.
Genossenschaft  barmherziger  Schwestern  zn  Harff  (Bergheim).
Die  4  Nonnen  ans  dem  Kloster  Dernbach  üben  die  Krankenpflege  ani
Ort  und  in  der  Umgegend  unentgeltlich  aus;  sie  werden  von  der  Fran
Gräfin  v.  Mirbach  unterhalten.
Genossenschaft  barmherziger  Schwestern  zu  Paffendorf  (Bergheiin).
Die  drei  Schwestern  aus  dem  Kloster  Dernbach  üben  die  Krankenpflege
und  werden  von  der  v.  Bon  g  arischen  Familie  unterhalten.
            
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