Full text : Preußisches Landbuch

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to.  Gerhardtsches  Stipendium,
von  der  verw.  Hauptmann  v.  Gerhardt,  geb.  Massen  bach,  für
unbemittelte  Studirende  ihrer  Verwandtschaft  fundirt.  Verwaltet  vom
Magistrat  zu  Königsberg.
Geritzsche  Stiftungen,
von  dem  Domherrn  Geritz  zu  Frauenburg  begründet.  Er  schenkte
1)  1827  ein  Kapital  von  2600  Thlr.,  dessen  Zinsen  zu  Unterstützungen
für  hülfsbedürftige  invalide  Soldaten  des  Bisthums  Ermland  verwendet ­
  werden  sollen.  Die  Verwaltung  der  Stiftung  steht  unter  Ansticht
der  Regierung  zu  Königsberg.  Er  überwies  2)  dein  Magistrat  zu
Seeburg  (Rössel)  1836  ein  Kapital  von  3000  Thlr.  zur  Ausstattung
zweier  Bürgermädchen  aus  der  dortigen  Stadt  und  zu  Unterstützungen
theils  für  Jünglinge  auf  höheren  Lehr-Anstalten,  theils  für  arme  Schulkinder; ­
  ferner  300O  Thlr.  zur  Unterstützung  armer  Wittwen  und  armer
kranker  Personen  katholischer  Konfession  daselbst.  Die  Verwaltung  der
Stiftungen  steht  dem  Magistrat  in  Gemeinschaft  mit  dem  katholischen
Pfarrer',  die  Aufsicht  der  bischöflichen  Behörde  von  Ermland  zu.  Er
schenkte  3)  dem  Magistrat  zu  Guttstadt  (Heilsberg)  1836  ein  Kapital
von  3000  Thlr.,  dessen  Zinsen  zur  Unterstützung  armer  Wittwen  bürgerlichen ­
  Standes  und  anderer  kranken  Personen  aus  der  dortigen  Stadt
und  dem  Kirchspiel  Glottau  verwendet  werden  sollen.  S.  auch  St.
Jo  sep  hi-Stift.
to.  G  erlachsche  Kranken-Stiftniig,
von  dem  im  Januar  1861  t  General-Adjutanten  v.  Gcrlach  1858
durch  Ueberweisung  eines  Kapitals  von  240O  Thlr.  in  Pfandbriefen
für  die  Ortschaften  Rohrbeck  und  Nordhausen  (Königsberg  in  der  Neumark) ­
  begründet.
Gerl  ach  sche  Stiftung  zu  Lichtenberg  (Girlitz).
Der  Bauergutsbesitzer  Gottlob  Gerl  ach  (+  1852)  setzte  die  Gemeinde
Lichtenberg  (Görlitz)  zur  Uuiversal-Erbin  seines  Nachlasies  im  Werthe
von  etwa'3000  Thlr.  mit  der  Bestimmung  ein,  dast  davon  eine  „Bauer
Gottlob  G  erlachsche  Stiftung  zur  Gemeinde-Hülse"  gebildet  und  aus
den  Zinsen  %)  jährlich  am  Sonntage  8  Tage  nach  Pfingsten  an  jedes
Schulkind  1  Sgr.  und  an  hülfsbedürftige  Arme  2  Thlr.  gezahlt  und
b)  die  übrigen  Zinsen  hauptsächlich  zum  öffentlichen  Wohl  der  Gemeinde, ­
  insbesondere  zu  öffentlichen  Anlagen,  Bauten  u.  dgl.,  event,
zur  Armenpflege  verwendet  werden  sollen.
Germersches  Legat.
Eine  alte  Stiftung  der  Stadt  Osterwieck  zur  Unterstützung  bedürftiger
Familienglieder.  Kapital  325  und  111  Thlr.
Ger  sch  el  sche  Stiftung  zu  Bromberg,
für  arme  Bürger.  1835  von  dem  jüdischen  Kaufmann  Moritz  Gerschel
  mit  einem  Legat  von  200  Thlr.  begründet.
            
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