Full text : Preußisches Landbuch

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Bräute  jährlich  1800  bis  2000  Thlr.  Nach  dem  Jahresbericht  für  1861  63
hatte  die  Gesellschaft  527  Mitglieder,  darunter  35  perpétuelle  (deren
Todestag  mit  den  üblichen  religiösen  Verrichtungen  begangen  wird).
Ausgestattet  wurden  in  diesen  3  Jahren  119  Bräute  mit  7305  Thlr.
Vorsitzender  A.  H.  Heymann.
Gesellschaft  zur  Beförderung  der  evangelischen  Missionen  unter  den  Heiden.
Eine  im  Jahre  1824  zu  Berlin  gegründete  Gesellschaft,  die  seit  1830
(Sebastianssir.  25.)  ein  eigenes  Missions-Seminar  unterhält  und
selbstständig  Missionare  aussendet.  Ihre  Wirksamkeit  ist  ans  Süd-Afrika
  beschränkt,  wo  auf  17  verschiedenen  Stationen  30  Missionare
nebst  einigen  National-Gehülfen  in  ihrem  Dienste  thätig  sind.  Nach
dem  (40.)  Jahres-Bericht  zählt  die  Gesellschaft  252  Hülss-Vereine  und
hatte  1863  eine  Jahres-Einnahme  von  52,016  Thlr.  Im  MissionsSeminar ­
  werden  Zöglinge  zu  Missionaren  ausgebildet  und  in  dem
damit  verbundenen  Missions-Saale  werden  Missions-Vorträge  gehalten.
Die  Gesellschaft  hat  Korporations-Rechte;  im  Konnt«'-  G  ötze,  Büchscl,
Bachman  n  rc.
Gesellschaft  zur  Beförderung  des  Christenthums  unter  den  Juden,
1822  in  Berlin  zusammengetreten,  mit  die  Juden  (nicht  durch  irdische
Vortheile,  sondern  durch  Belehrung)  für  das  Christenthum  zu  gewinnen.
Sie  hat  Hülss-Vereine  in  Posen,  Stettin  und  Danzig,  unterhält  zur
Zeit  2  Missionare  und  hatte  im  Jahre  1862  3600  Thlr.  Einnahme.
Sie  bezieht  aus  der  Feilnersche  Stiftung  jährlich  '2\  Thlr.  und  hat
einen  Hitzigschcn  Legaten-Fonds  von  1500  Thlr.  An  der  Spitze
des  Konnte  Geh.  Justizrath  F  ocke.
Gesellschaft  zur  Verbreitung  der  Handwerke  und  des  Ackerbaues  unter  den
Juden.
1813  von  Joseph  Mendelssohn  u.  A.  in  Berlin  gegründet,  1843  reorganisirt.
  Sie  erhielt  Legate  von  A.M.  E  sch  we  12,175  Thlr.;  von  M.
Bielfcld  2000;  von  Normann  600  Thlr.;  1854  entstand  mit  einer
Zuwendung  von  5000  Thlr.  die  Sara  Levysche  Stiftung,  deren
Zweck  darauf  gerichtet  ist,  jüdische  Handwerker  bei  ihrer  Niederlassung
zu  unterstützen.  Die  jährlichen  Gesammt-Ausgaben  der  Gesellschaft
betragen  ca.  5000,  das  Vermögen  23,000  Thlr.  Vorsitzender  A.
Mendelssohn.
Gesellschaft  zur  Versorgung  der  deutschen  Hausarmen  in  Berlin  mit  freier
Feuerung.
Sie  besteht  seit  1779  und  und  besitzt  die  Rechte  einer  moralischen
Person.  König  Friedrich  II.  schenkte  ihr  6000  und  3000  Thlr.
zum  Kapitalfonds.  Die  Gesellschaft  bezweckt,  vcrschäinte  Arme,  namentlich ­
  Wittwen  höherer  Stände,  durch  Krankheit  und  Unglück  zurückgekommene ­
  Gewerbtreibende  und  andere  derartige  Familien  ohne  Rücksicht ­
  auf  Glaubensbekenntnis;  durch  Vertheilnng  von  Brennmaterial
gegen  die  strenge  Kälte  zu  schützen.  Jährliche  Einnahme  8—9000  Thlr.,
            
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