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stützungen aus dem Gesinde-Belohnungs- und Unterstützungs-Fonds.
(s. d.)
Gesinde-Prämien-Verein zu Königsberg,
1847 von dem Sekretair Bernhard! begründet. Gegen einen Jahres
beitrag von 1?z Sgr. erhalten Dienstboten, welche mindestens 4 Jahre bei
einer und derselben Herrschaft gedient haben, Prämien von 5 Thlr.
ab, welche sich je nach der längeren Dienstzeit wiederholen und bis zm
Darreichung einer lebenslänglichen Unterstützung steigern. Der Vcrem
hat Korporations-Rechte, von 1849—1862 wurden 123.1 Prämien un
Betrage von 6115 Thlr. vertheilt und daneben ein Kapital von
6120'Thlr. gesammelt, aus dessen Zinsen 23 dienstunfähige Dienst
boten eine jährliche Unterstützung von je 12 Thlr. erhalten.
Gesterdingsches Bermächtniß.
Die verw. Bürgermeister G e st er ding, geb. v.Vahl, (t 1838) setzte
2500 Thlr. zu dem Zwecke aus, daß von den Zinsen desselben arme
Wittwen und Waisen der Stadt Greifswald, insbesondere die zur
Klasse der verschänlten Armen gehörigen, unterstützt werden sollen. Dle
Verwaltung der Stiftung hat der Magistrat.
Gev ers,
Kommerziell- und Stadtrath zu Görlitz (t 1849) vermachte letztwillig
a) 1000 Thlr. den dortigen vier Volksschulen. Die Zinsen sollen den
jenigen beiden Lehrern an diesen Schulen jährlich als Belohnung zu
Theil werden, welche sich nach dem Zeugnisse der ^chul-Jnspektion im
Laufe des Jahres durch sorgsamen und zweckmäßigen Unterricht der
ihnen anvertrauten Jugend besonders ausgezeichnet haben; 1>) 2000 Thlr.
dem Tuchmacher-Mittel, für vier der hülfsbcdürftigsten Meister, denen
die Zinsen jährlich nach der Stimmenmehrheit der Aeltcsten und des
Ausschusses des Tuchmacher-Mittels alljährlich ausgezahlt werden sollen;
c) 1000 Thlr. der Kirche St. Petri und Pauli, zur Salarirung des
Organisten für die ihm zur Pflicht zu machende Orgelbcglcitung m dem
jedesmaligen Frühgottesdienste; d) 1000 Thlr. dem Waisenhause;
e) 1000 Thlr. der Armen-Anstalt; f) 1000 Thlr. für arme Lehrlinge.
Von den Zinsen sind die Aufnahmekosten und sonstigen Bedürfnisse von
4 armen Lehrlingen, welche sich durch Fleiß und sittliches Betragen aus
zeichnen, zu bestreiten; g) 500 Thlr. der Kleinkindcr-Bewahranstalt;
h) 2000 Thlr., wovon die Zinsen zur Hälfte im Winter zur Holz-
vertheilung, die andere Hälfte der Suppen- oder Speisevcrtheilungs-
Anstalt für die Armen überwiesen werden sollen; i) dem Blinden-Jn-
stitut zu Breslau 1000 Thlr. und k) der Jrren-Heil-Anstalt zu Plag
witz (jetzt Leubus) 1000 Thlr. Die Zinsen zu i, k. sollen vorzüglich
den aufzunehmenden Unglücklichen aus Görlitz, denmächst aus dem
Regierungsbezirk Licgnitz zu Gute kommen.
Gewerbehaus zu Brieg.
Fabrikant Robert Schärff schenkte 1864 der Stadt Brieg 12,000 Thlr.
zum Zwecke der Beförderung des Gewerbesteißes und zur Verbreitung