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verwaltet wird, und durch Ansammlung der Zinsen bis ans 3000 Thlr.
vermehrt werden soll, woraus dann die Zinsen als Beihülfe für die
Lehrer des Kölnischen Gymnasiums zu ihrer Wohnungsmicthc verwen
det werden sollen. (Lisco Ş. 284.)
Gommersdorfer Fonds,
für Arme der Stadt Neuwied und der Gemeinde Hcddesdorf. Ka
pital 9500 Thlr.
Gräfin Gorczenska, geb. v. SkorzewSka,
ehemalige Besitzerin von Dobrzyca, hinterließ (1801) der Gemeinde
Klonowo (Krotofchin) ein Legat zur Unterhaltung einer Kirche und zum
Ankauf einer Halbhüfner-Stellc. Der Fonds beträgt zur Zeit 2000
Thlr., wird noch weiter vergrößert, und von einem Kuratorium unter
Aufsicht des Landraths verwaltet.
Konstantia v. Gorzenska,
geb. Soltyk legirte im Jahre 1818 166ş Thlr., deren Zinsen an
Arme des Orts Witaszyce vertheilt werden sollen. Das Kapital ist
durch Ersparnisse verdoppelt.
G o rga S sche Stiftung.
Die 1855 zu Berlin f Wittwe des Dr. med. Medicus, geb.
Gorg as, vernlachte der Armen-Direktion eine Summe von etwas
über 1000 Thlr. : ans den Zinsen soll hülfsbedürftigen Wittwen,
die durch Kränklet, oder durch ein organisches Leiden am Erwerbe ihres
Unterhalts verhindert sind, eine angemessene Unterstützung gewährt
werden.
G orges sche Stiftung zu Danzig,
von dem 1830 t Kaufmann Wilhelm Gorges herrührend. be
stimmte JY Theile seines Vermögens zu einer „Testaments-Stiftung
der Geschwister Gorges zum Besten nothleidcnder Menschen" mit
dem Zwecke, daß die Zinsen davon an bejahrte, ohne ihr Verschulden
verarmte, erwerbsunfähige Personen beiderlei Geschlechts aus dein
Kaufmannsstande, ohne Unterschied der Religion, desgleichen an die
in Danzig geborenen erblindeten oder blindgeborenen hülfsbedürftigen
Personen, letztere ohne Unterschied des Standes vertheilt werden soll
ten. Die Verwaltung ist drei zur lutherischen Kirche gehörigen recht
schaffenen und begüterten Männern aus dem Kaufmannsstande über
tragen , die Oberaufsicht führt die Regierung. Das Vermögen der
Stiftung betrug im Jahre 1836 262,576 Thlr., von deren Zinsen
etwa 340 blinde und nothleidcnde Personen unterstützt wurden. Die
einzelnen Spenden sollen halbjährlich nicht unter 18 Thlr. sein. Die
Stiftung erhielt 1840 Korporations-Rechte.
v. Gose-Bachin annsche ErziehnngS Anstalt.
Die Landräthin v. Gose, geb. v. Loschkull (+ 1799) verordnete
lctztwillig, daß auf ihrem adeligen Gute Bachmann (Memel) ein Er
ziehungs-Institut für Knaben errichtet werden und die Revenüen der