Full text : Preußisches Landbuch

236

verwaltet  wird,  und  durch  Ansammlung  der  Zinsen  bis  ans  3000  Thlr.
vermehrt  werden  soll,  woraus  dann  die  Zinsen  als  Beihülfe  für  die
Lehrer  des  Kölnischen  Gymnasiums  zu  ihrer  Wohnungsmicthc  verwendet ­
  werden  sollen.  (Lisco  Ş.  284.)
Gommersdorfer  Fonds,
für  Arme  der  Stadt  Neuwied  und  der  Gemeinde  Hcddesdorf.  Kapital ­
  9500  Thlr.
Gräfin  Gorczenska,  geb.  v.  SkorzewSka,
ehemalige  Besitzerin  von  Dobrzyca,  hinterließ  (1801)  der  Gemeinde
Klonowo  (Krotofchin)  ein  Legat  zur  Unterhaltung  einer  Kirche  und  zum
Ankauf  einer  Halbhüfner-Stellc.  Der  Fonds  beträgt  zur  Zeit  2000
Thlr.,  wird  noch  weiter  vergrößert,  und  von  einem  Kuratorium  unter
Aufsicht  des  Landraths  verwaltet.
Konstantia  v.  Gorzenska,
geb.  Soltyk  legirte  im  Jahre  1818  166ş  Thlr.,  deren  Zinsen  an
Arme  des  Orts  Witaszyce  vertheilt  werden  sollen.  Das  Kapital  ist
durch  Ersparnisse  verdoppelt.
G  o  rga  S  sche  Stiftung.
Die  1855  zu  Berlin  f  Wittwe  des  Dr.  med.  Medicus,  geb.
Gorg  as,  vernlachte  der  Armen-Direktion  eine  Summe  von  etwas
über  1000  Thlr.  :  ans  den  Zinsen  soll  hülfsbedürftigen  Wittwen,
die  durch  Kränklet,  oder  durch  ein  organisches  Leiden  am  Erwerbe  ihres
Unterhalts  verhindert  sind,  eine  angemessene  Unterstützung  gewährt
werden.
G  orges  sche  Stiftung  zu  Danzig,
von  dem  1830  t  Kaufmann  Wilhelm  Gorges  herrührend.  bestimmte ­
  JY  Theile  seines  Vermögens  zu  einer  „Testaments-Stiftung
der  Geschwister  Gorges  zum  Besten  nothleidcnder  Menschen"  mit
dem  Zwecke,  daß  die  Zinsen  davon  an  bejahrte,  ohne  ihr  Verschulden
verarmte,  erwerbsunfähige  Personen  beiderlei  Geschlechts  aus  dein
Kaufmannsstande,  ohne  Unterschied  der  Religion,  desgleichen  an  die
in  Danzig  geborenen  erblindeten  oder  blindgeborenen  hülfsbedürftigen
Personen,  letztere  ohne  Unterschied  des  Standes  vertheilt  werden  sollten. ­
  Die  Verwaltung  ist  drei  zur  lutherischen  Kirche  gehörigen  rechtschaffenen ­
  und  begüterten  Männern  aus  dem  Kaufmannsstande  übertragen ­
  ,  die  Oberaufsicht  führt  die  Regierung.  Das  Vermögen  der
Stiftung  betrug  im  Jahre  1836  262,576  Thlr.,  von  deren  Zinsen
etwa  340  blinde  und  nothleidcnde  Personen  unterstützt  wurden.  Die
einzelnen  Spenden  sollen  halbjährlich  nicht  unter  18  Thlr.  sein.  Die
Stiftung  erhielt  1840  Korporations-Rechte.
v.  Gose-Bachin  annsche  ErziehnngS  Anstalt.
Die  Landräthin  v.  Gose,  geb.  v.  Loschkull  (+  1799)  verordnete
lctztwillig,  daß  auf  ihrem  adeligen  Gute  Bachmann  (Memel)  ein  Erziehungs-Institut ­
  für  Knaben  errichtet  werden  und  die  Revenüen  der
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.