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qlied des damaligen K. Armen-Direktorii zu Berlin) herrührend. Es
wird bei der städtischen Hanpt-Stiftungs-Kasse verwaltet, und betrug
1000 Thlr. Bürgerliche Kranke, welche in ihren Häusern bleiben,
sollen von den Zinsen höhere Almosen erhalten.
Kornelius de Greifs,
Rentier zu Krefeld (+ 1863) vermachte 458,000 Thlr. zu gemein
nützigen und wohlthätigen Zwecken. Er legirte l) 120,000 Tblr. für
das städtische Krankenhaus mit der Bestimmung, daß von dieser Summe
20,000 Thlr. nach Bedarf zu baulichen Vergrößerungen, die Zmsen
der übrigen 100,000 Thlr. zur Bestreitung der laufenden Bedürfnisse
verwendet werden sollten; 2) 50,000 Thlr. zur Einrichtung eines
Berpflequnqshauses für dürftige arbeitsunfähige Männer, welche das
Alter von 65 Jahren überschritten haben ; 3) 50,000 Thlr. ebenso für
dürftige Frauen in gleichem Alter; 4) 50,000 JÜ)lr. für das evang.
Waisenhaus; 5) 50,000 Thlr. für das kath. Waisenhaus; 6) 50,000
Thlr. zur Verpflegung von Geisteskranken, Blinden und Taubstummen
aus den Zinsen; 7) 50,000 Thlr. zur Unterstützung von 50 dürftigen
braven Familien, namentlich solchen, welche viele Kinder zu ernähren
haben, aus den jährlichen Zinsen; 8) 8000 Thlr. zum Bau eines
geräumigen Leichenhaufes auf dkm Gottesacker zur .hbhaltnng dec
Grabreden; 9) 4000 Thlr. zur Erweiterung und Verschönerung des
Kirchhofes; 10) 20,000 Thlr. zur Errichtung einer städtischen Fleisch-
halle; 11) 6,000 Thlr. zur Errichtung einer städtischen Kornhalle;
12) für die Armen zu Kirnt 8000 Thlr. zu Brot und Feuerungs
Material rc. ^
Griesstedter Stiftungs-Fonds,
auch deutscher Ordens-Fonds. Die Verwaltung steht der Regierung
in Erfurt zu und es werden namentlich Stipendien an hülfsbedürftige
Stndirendc der Universität Halle und an Zöglinge der Landes-Schule
Pforta gewährt. Das Stiftungsgut Griefstedt (Weiße,lsce) hat 2157
Morgen Land und gewährt einen Ertrag von jährlich 15,000 Thlr.
Davon bekommt die Universität Halle 7700 Thlr. und 1000 Thlr.
werden zu Unterstützungen und Stipendien für Studirende evang. und
kath. Konfession, welche aus den vormals K. Sächsischen Landestheileu
gebürtig sind und in Halle studiren, verwendet.
Jakob G roch,
Stadtrichter, stiftete 1584 zu Berlin mit 500 Thlr. ein Stipendium
von 25 Thlr., das ein Studirender zunächst aus der Verwandtschaft
des Stifters, in Ermangelung eines solchen ein in Berlin geborner
Studirender beziehen soll. Die Verleihung hat der Magistrat.
Christian Gröbe,
Halbspänner (t 10. November 1842), vermachte den Armen zu Niem
berg bei Halle eine hypothekarische Rente von 100 Thlr.: sie soll zu
Weihnachten jeden Jahres an den Prediger des Orts- zur Vertherlung
an blinde, lahme, taube, kranke und unverschuldete Arme nach eigene
Auswahl gezahlt werden.