Full text : Preußisches Landbuch

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Gymnasium  zu  Lissa.
aus  einer  von  dem  Grafen  Raphael  IV.  Lcszczynski  1555  für  die
aus  Böhmen  und  Mähren  nach  Groß-Polen  eingewanderten  Husiiten
gestifteten  und  dotirten  Schule  entstanden.  Seit  1821  in  Berbindung
mit  der  lutherischen  Stadtschule  Königliches  Gymnasium.  Die  Anstalt
hat  mehrere  Stipendien  und  Freistellen  (Wiese  Ş.  216).
Gymnasium  zu  Luckan,
vor  1820  Lyceum.  Damit  verbunden  das  von  Katharina  Reuß  1642
gestiftete  Konviktorium,  welches  6  Chor-Schülern  Freitische  gewährt.  Die
Gräfin  v.  Promnitz  stiftete  (1761)  einen  siebenten  Freitisch.  (Wiese
S.  135.)  Vgl.  v.  Rcphun.
Gymnasium  zu  Lyck,
Eine  vonl  Markgrafen  George  Friedrich  von  Anspach  im  Jahre  1587
für  die  Polen  in  Masuren  gegründete  Anstalt,  später  „Fürstenschule"
genannt,  1812  als  Gymnasium  (evangelisch,  königlich)  eingerichtet.
Zum  Andenken  an  die  im  Jahre  1859  erfolgte  Einweihung  eines  neuen
Schulgebäudes  wurde  ein  Stipendium  Masovianum  gestiftet,  auch  besteht ­
  ein  Fonds  zu  Büchern  für  arme  Schüler.  (Wiese  S.  75.)
Gymnasium  zu  Marienburg.
Ein  evangel,  städtisches  Institut,  von  dem  Hochmeister  Winrich  v.
Kniprode  als  lateinische  Schule  begründet,  später  höhere  Bürgerschule, ­
  seit  I860  Gymnasium.  4  Königliche  Schul-Stipendien  à  60  Thlr.
aus  dem  Jahre  1816,  welche  durch  die  König!.  Regierung  gezahlt
werden  (Wiese  S.  67).
Gymnasium  zu  Marienwerder,
aus  einem  alten  Institut,  der  Domschule  entstanden,  1812  als  Gymnasium ­
  anerkannt,  evangelisch,  seit  1829  Königlichen  Patronats.  Prämien-Fonds,
  1803  und  1804  von  einer  Ressonrccn-Gesellschaft  überwiesen, ­
  jetzt  mit  1200  Thl.  Kapital;  Stiftung  der  I.  H.  Mü  l  l  crschcn
Eheleute  von  1809  und  1824  zum  Besten  zweier  Lehrer-Stellen,
Kapital  2333  Thlr.;  Stiftung  des  Amtsraths  Stürmer  (s.  d.),
welcher  das  Dorf  Stürmersberg  mit  Ziegelei  dem  Gymnasium  zu  wohlthätigen ­
  Zwecken,  insbesondere  auch  ^zur  Unterstützung  der  Lehrer  und
ihrer  Wittwen  vermachte  (Wiese  S.  77).
Gymnasium  zu  Memel,
ein  evangel,  städtisches  Institut,  in  älterer  Zeit  eine  lateinische  Schule,
1859  Real-Schule  2.  Ordnung,  1860  Gymnasium.  Unter  den  Einkünften ­
  500  Thlr.  aus  den  Stiftungs-Fonds  des  M.  Schulz  von
1786.  (Wiese  S.  56.)
Gymnasium  zu  Minden,
evangelisch,  mit  einer  Real-Schule  1.  Ordnung.  Kapital-Vermögen
12,000  Thlr.  Brockmannsche  Stiftung  für  Lehrer  mit  500  Thlr.,
Hüttemannschcs  Schüler-Stipendium  mit  1000  Thlr.  Kapital,  dazu
die  bei  Gelegenheit  des  Jubiläums  im  Jahre  1830  von  dem  damaligen
            
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