Full text: Preußisches Landbuch

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Stande widmen. Bon 4 Stipendien sollen zwei an Verwandte des 
Stifters, zwei an sonstige arme Studirende gegeben werden. 
Elisabeth Hagen, 
Tochter eines Rektors zu Königsberg, widnlcte 1620 für Studircndc 
der Theologie lutherischer Konfession, insbesondere für solche aus ihrer 
Faniilie 666 Thlr. 60 Gr. Im Jahre 1838 (Koch II. 553) bestand 
das Kapital in 591; Thlr., von dessen Zinsen der Stipendiat 19 Thlr. 
erhielt. 
Halbcrstadt Qnedlinbnrgsche General-Schilllehrer-Wittwen und Waisenkasse, 
1753 für das Fürstenthum Halbcrstadt gegründet, 1773 reorganisirt, 
1834 auf die Lehrer des ehemaligen Stifts Quedlinburg ausgedehnt. 
Die Association hat Korporations-Rechte. Die Pension für Wittwen 
und Kinder beträgt 30, das Begräbnißgeld der Mitglieder 25 Thlr. 
Das Institut steht unter Oberaufsicht der Regierung zu Magdeburg. 
Gräflich Matthias Hallbergsche Stiftung, 
von dem Grafen Matthias v. Hall b erg auf Haus Pesch (+ 1849) 
herrührend. Ein Kapital von 5000 Thlr. soll durch Zinsenzuwachs 
bis auf 10,000 Thlr. vermehrt und daun für die Bürgermeisterei Lank 
(Krefeld) ein Armenhaus erbaut werden. 
Hallmannsche Stiftung zu Danzig, 
für nothleidende Wittwen. Bon der 1846 verstorbenen Wittwe Ju 
liane Henriette Hallmann mit 753 Thlr. errichtet. Die Zinsen 
dieses Kapitals sollen jährlich an 10 arme Wittwen vertheilt werden. 
Hamannsches Legat, 
von 200 Thlr. an die ev. Schule zu Klein-Tinz (Liegnitz) zur Anschaffung 
von Schuhen und Büchern für arme Schulkinder. Letztwillig vermacht von 
den Bauergutsbesitzer Christian Hamannschen Eheleuten (1861). 
Handarbeiter-Leichenkasse zu Wittenberg, 
zur Unterstützung der Hinterbliebenen verstorbener Mitglieder bei Be 
erdigungen. Einkaufsgeld 2—4 Thlr., monatlicher Beitrag 2-1- Sgr. 
Sterbegelder 14 Thlr. In Krankheitsfällen können den Mitgliedern 
Unterstützungen bis zu 2 Thlr. gewährt werden. Der Bercin hat einen 
Fonds von 1020 Thlr. ' 
Handlungsdiener-Justitnt zu Breslau. 
Ein seit 1773 bestehender „privilegirter Verein", der die Unterstützung 
hülfsbedürftiger und arbeitsunfähiger Handlnngsdiener bezweckt, dem 
nächst aber auch Handlungs-Lehrlingen Unterricht ertheilen und wissen 
schaftliche Vorträge halten lässt. Der Verein konnte im Jahre 1862 
auf Pension 5 lebenslänglich zu verpflegender Mitglieder nächst freier 
Wohnung und Beheizung 522 Thlr., auf Unterstützung zeitweise außer 
Kondition befindlicher Mitglieder 125 Thlr., au durchreisende hülfs- 
bedürftige Kollegen 232 Thlr. verwenden, außerdem für Kur und Ver 
pflegung erkrankter Mitglieder 442 Thlr., für Unterricht sowohl an 
Mitglieder in Buchhalterci und fremden Sprachen als an Lehrlinge
	        
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