Full text : Preußisches Landbuch

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Hospital  St.  Spiritus,  Georg  und  Gertrud  zu  Treptow  a.  R.
Drei  selbstständige  Anstalten,  seit  1839  neu  hergestellt  und  vereinigt.
Patron  der  Magistrat.  Es  werden  darin  12,  15  und  12  Voll-Prövener
  gegen  Zahlung  von  431,  50  und  4*  Thlr.  aufgenommen.  In
den  Hospitalen  St.  Spiritus  und  St.  Georg  befindet  sich  eine  Gollyn'sche
  Frei-Pröwe  zunächst  für  Familienglieder;  sie  wird  (jetzt)  auf
den  Vorschlag  der  Familie  Parch  am  verliehen.  Aufgenommen  werden
in  die  Hospitäler  Männer  von  60  und  Frauen  von  50  Jahren.
Die  Anstalten  besitzen  Grundstücke  mit  einem  Ertrage  von  jährlich
1520  Thlr.  und  ein  Kapital-Vermögen  von  6350  Thlr.
Hospital  St  Laurentius  zu  Uedem  (Düsseldorf),
1859  mittelst  Schenkung  des  Pfarrers  v.  d.  Kamp  und  Anderen  im
Werthe  von  1300  Thlr.  gegründet.
Hospital  zu  Vallendar  (Koblenz),
1854  von  ungenannten  Wohlthätern  begründet.  Eine  selbstständige,
vom  katholischen  Kirchen-Vorstande  verwaltete  und  von  barmherzigen
Schwestern  geleitete  Anstalt,  in  der  die  städtischen  Kranken  gegen  einen
bestimmten  Verpflegungs-Satz  aufgenommen  werden.  Vermächtniffe
der  Familie  d'Ester  von  2000,  der  zu  Boppard  -s  Jungfrau  Mi  chels
von  9000  Thlr.  rc.  Aus  den  Zinsen  eines  früher  vorhanden  gewesenen, ­
  2980  Thlr.  betragenden  Kommunal-Armen-Fonds  (der  sogen.
Welterschen  Stiftung)  werden  4  Waisenkinder  unterhalten.
Hospital  zu  Wansen.
Es  steht  unter  katholisch  kirchlicher  Verwaltung  und  ist  zur  Aufnahnlc
von  8  Personen  bestimmt.
Hospital  zu  Margen  (Fischhausen).
Von  den  Besitzern  des  Fideikommißgutcs  Goldschmiede  erbaut,  und
hinsichtlich  der  Gebäude  unterhalten,  gewährt  es  vier  Personen  freie
Wohnung.
Hospital  zu  Warschowitz  (Pleß),
1771  erbaut,  verdankt  es  sein  Dasein  einer  Stiftung  des  Pfarrers
Schalast  vom  Jahre  1746.  Kapital  1330  Thlr.,  von  desien  Zinsen
3  hülfsbedürftige  alte  Frauen  unterhalten  werden.  Dem  Ortspfarrer
steht  die  Verwaltung  des  Hospitals  zu.
Hospital  Ludwigsbau  zu  Wenden.
Gestiftet  von  der  Gräfin  Dönhoff  1845  zum  Andenken  an  den
Grafen  Ludwig  v.  Schwerin  (f  1827).  Das  Haus  nimmt  20  Personen ­
  auf  und  ist  mit  Grundstücken,  Naturalbezügen  und  einem  Fonds
von  3500  Thlr.  dotirt.—  Mit  demselben  ist  eine  Vieh-Sterbekasse
verbunden,  aus  welcher  jeder  Knecht,  welcher  5  Jahre  lang  treu  und
ehrlich  der  Herrschaft  in  der  Wehlackschcn  Bcgüterung  gedient  hat,  bei
seiner  Ansetzung  als  Jnstmann  eine  Kuh  oder  den  Werth  derselben
erhalten  und  jedem  Jnstmann,  welchem  ohne  eigne  grobe  Verschuldung
            
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