Full text : Preußisches Landbuch

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Hospital  zu  Reichenbach  (Oberlausitz).
Dasselbe  gehört  der  Majorats-Herrschaft  und  nimmt  9  Hospitalité»
aus  der  Stadt  Reichenbach  und  dem  Dorfe  Ober-Reichenbach  auf,  wie
es  denn  auch  zur  Unterstützung  hülfsbedürftiger  Personen  aus  diesen
Orten  bestimmt  ist.  Vermögen  (1861)  11,674  Thlr.
Hospital  St.  Georg  zu  Rügenwalde.
Eine  selbstständige  Stiftung  aus  dem  Jahre  1504  mit  6500  Thlr.
Kapital  und  140  Morgen  in  Grundstücken.  Sie  gewährt  25  Personen
freie  Wohnung  und  einige  Beneficien.
Hospital  St.  Elisabeth  zu  Salzwedel,
um  das  Jahr  1427  begründet,  ein  selbstständiges  Institut.  Es  nimmt
15  alte  und  gebrechliche  Personen  beiderlei  Geschlechts,  Hülfsbedürftige
ohne  Einkaufsgeld  auf  und  gewährt  freie  Wohnung,  Heizung  und
Wartung.  Jährliche  Einnahme  und  Ausgabe  957,  Vermögen  an
Kapitalien  8000  Thlr.
Hospital  zu  Schermke  (Wanzlebeu),
für  dürftige  Gcmeindcglicder,  im  17.  Jahrhundert  von  zwei  Fräulein
v.  d.  Asse  bürg  gestiftet.  Die  Prediger  und  der  Schulze  führen  die
Aufsicht  darüber.
Hospital  zu  Schimmerau  (Trebnitz).
Der  katholischen  Kirche  gehörig,  gewährt  es  4  Wittwen  Wohnung  und
an  Geld-Unterstützung  die  Zinsen  von  200  Thlr.  Fundations-Kapital.
Hospital  St.  Georg  zu  Schlawe  (Pommern).
Eine  selbstständige  Stiftung  mit  17,000  Thlr.  Kapital  und  ansehnlichem
Grundbesitz.  Die  Anstalt  nimmt  32  Personen  auf  und  hat  jährlich
2000  Thlr.  Einnahme  und  Ausgabe.
Hospital  zu  Siegburg,
in  dem  ehemaligen  Klauscn-Gebäude,  ein  der  Armen-Verwaltung  von
Siegburg  und  Wolsdorf  gehöriges  Institut  zur  Aufnahme  armer  Kranken, ­
  Altersschwachen  und  Krüppel.  Die  Leitung  der  Anstalt  ist  8
Schwestern  des  Ordens  des  h.  Franziskus  in  Aachen  anvertraut.
Hospital  in  Soimenburg.
Ein  königliches  Institut,  im  17.  Jahrhundert  von  dem  Ordcns-Heermeister
  Johann  Moritz  von  Nassau  erbaut.  Seine  Bestimmung  ist,
6  alte  in  Armuth  und  Dürftigkeit  lebende,  zum  eigenen  Brod-Erwerb
unfähige  Leute  (3  Männer  und  3  Frauen)  von  unbescholtenem  Ruf  und
tadellosen  Sitten  ohne  Unterschied  des  Standes  darin  aufzunehmen  und
zu  verpflegen.  Vermögen  5700  Thlr.  Aus  einem  Legat  von  100
Thlr.  der  Frau  v.  Kleist  werden  die  Zinsen  zu  Michaeli  und  Martini ­
  jedes  Jahres  an  die  Armen  des  Hospitals  vertheilt.
Hospital  zu  Stadtlohn  (Ahaus),
um  das  Jahr  I860  mit  einem  Kostcn-Aufwaude  von  20,000  Thlr.  hergestellt ­
  und  auf  30—40  Kranke  berechnet.  Die  Beschaffung  des  Fonds
            
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