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Joh. Th. Hllsgen,
Gutsbesitzer zu Ähren (t 1856) vermachte den katholischen Armen
zu Giesenkirchen (Gladbach) 4100 Thlr. Die jährlichen Zinsen von
2000 Thlr. sollen mit | zur Anschaffung von Kohlen in der Winter-
zeit, mit I zur Beschaffung von Brod für die Armen verwendet werden.
Hnfelandsche medizinisch-chirurgische Gesellschaft.
Gestiftet 1810 und 1833 als Korporation bestätigt. Ihr Zweck ist,
Beförderung der Wissenschaft unter den Aerzten, zunächst Berlins, aber
durch allgemeine Berbindung auch des Auslandes, kollegialische Ver
einigung und Einigkeit, Beobachtung der herrschenden Konstitutionen
und Krankheiten und deren zweckmäßigste Behandlung und gegenseitige
Berathung in schwierigen Fällen. Sie hört wissenschaftliche und prak
tische Vorträge und stellt Preis-Aufgaben ans dem Gebiete der Me
dicin. Vorsitzender Housselle.
Hnfelandsche Stiftung,
1830 begründet. Sie hat den Zweck, Aerzten, welche schuldlos durch
Alter, Krankheit oder andere Unglücksfälle in Noth gerathen, entweder
durch fortlaufende Pensionen oder durch zeitweilige Unterstützungen zu
Hülfe zu kommen und sammelt dazu Beiträge bei den Aerzten der
Monarchie. Die Verwaltung geschieht durch das Direktorium in Ber
lin und durch die Regierungs-Medizinal-Räthe in den Provinzen. Ka
pital-Fonds circa 76,000 Thlr. Im Jahre 1861 wurden 36 noth-
leidende Aerzte mit 1705 Thlr. unterstützt, im Jahre 1864 an Pen
sionen und Unterstützungen 2315 Thlr. gezahlt. Seit 1837 ist mit
der Stiftung eine Wittwen-Unterstützungs-Kasse verbunden, aus welcher
dürftige Wittwen' von Mitgliedern des Vereins unterstützt werden. Die
Pension der einzelnen Wittwen ist auf den Ertrag der Zinsen eines
Kapitals von 1000 Thlr. jährlich festgestellt; im Jahre 1864 wurden
1985 Thlr. für bedürftige Wittwen ausgegeben. Die Einnahme des
Instituts bilden die Beiträge der Mitglieder, wovon j kapitalisirt, und
I zu außerordentlichen Unterstützungen benutzt werden. Kaffenbestand
26,000 Thlr.
Huldigungs-Stiftung,
ein von der Stadtgemcindc Zielenzig zur Erinnerung an die Huldigung
im Jahre 1840 gegründetes Institut zur Unterstützung hülfsbedürftiger
Bürger. Der Fonds beträgt 200 Thlr. und die Zinsen werden jähr
lich an zwei von der städtischen Armen-Kommission vorzuschlagende wür
dige Bürger der Stadt verliehen.
Alexander v. Humboldt-Stiftung,
bei dem „Hülss-Verein für jüdische Studirende" (s. d. A.); sie ist 1859
von Adolph Reichenheim mit 5000 Thlr. zu dem Zwecke begrün
det, daß die Zinsen jährlich zur Unterstützung zweier jüdischer Studi-
renden bei deren Promotion verwendet werden sollen.
Humboldt-Stiftung stir Ratursorschung und Reisen.
1859 von einem Verein von Männern durch Sammlungen gegründet,