Full text: Preußisches Landbuch

Jacobi. Stiftung, 
bei der Lundesschule Pforta, 1856 als Andenken an den Prof. Dr. An 
dreas Jacobi zum Besten der Alumnen begründet. 
Jacobysche Stiftung zu Königsberg i. d. Neum. 
Kaufmann Abraham Jacoby (t 1851) vermachte den Armen der Stadt 
ohne Unterschied der Religion 8000 Thlr. Von den Zinsen soll der 
Magistrats-Dirigent 20 Thlr. vorweg erhalten, die übrigen Zinsen sollen 
zweien Schwestern des Erblassers zustießen und nach deren Tode noch 
20 Jahre lang zur Ausstattung von 1 oder 2 armen Mädchen aus der 
Verwandtschaft Jaco by s, oder in deren Ermangelung anderer armer 
jüdischer Mädchen, zunächst aus Königsberg und event, ans Greiffen- 
hagen, oder, wenn auch dergleichen sich nicht finden sollten, 1 oder 2 
armer Mädchen christlicher Religion aus Königsberg verwendet, 20 Jahre 
nach dem Tode der lctztlebendcn Schwester aber alljährlich (25. Juni) 
an die Ortsarmen in Königsberg, nach der Wahl des Magistrats und 
unter Zuziehung des Vorstehers der jüdischen Gemeinde vertheilt werden. 
Jacobysche Stiftung zu Neu-Stettin. 
Ein 1846 begründetes Armenhaus, das außer einem Garten- und 
Wiesengrundstück 'kein Vermögen besitzt. Es finden darin 23 Personen 
unentgeltliche Aufnahme und Unterstützung in Naturalien und Geld. 
In Bezug auf ihre Beschäftigung sind sie keiner Beschränkung unter 
worfen. Den Namen erhielt das Institut von denr Banquier Stanis 
laus Jacoby in Warschau, welcher theils zu Lebzeiten, theils lctztwillig 
2000 Thlr. dazu hergegeben hatte. 
Joh. Andreas Jäckel, 
Kaufmann zu Magdeburg (f 1836) bestimmte ein Kapital von 10,000 
Thlr. zu einer Stiftung für treue Dienstboten, welche von der Armen 
behörde verwaltet, und von deren Zinsen jährlich am Todestage des 
Stifters (25. Dccbr.) an treue Dienstboten 250 Thlr. vertheilt wer 
den sollen. Der Rest wird dem Kapital zugeschlagen, um dieses all- 
mählig bis auf 30,000 Thlr. zu bringen, wonächst die vollen Zinsen 
zur Vcrtheilung gelangen. Zur Theilnahme berechtigt sind treue Dienst 
boten, welche 10, 20, 30 und mehr Jahre (angeblich) vorzüglich gut 
gedient haben; sie erhalten 10—20 Thlr. theils an einmaliger, theils 
an fortlaufender Unterstützung. Unter Hinzufügung einer Summe von 
106 Thlr., welche von dem + Bürgermeister Oppermann für einen 
gleichen Zweck bestimmt worden, war das Stiftungs-Kapital im Jahre 
1861 auf 14,127 Thlr. angewachsen. 
Jacke lsche Armen-Fundation zu Bolkenhain. 
Sie ist unter diesem Namen von dem Lederfabrikanten Jäckel 1857 
begründet, indem er der Stadt ein Kapital von 800 Thlr. überwies. 
Iahn, 
Distrikts-Direktor und besten Ehefrau geb. Mahler hinterließen(1826) 
der Armen-Verwaltung zu Berlin 200 Thlr., deren Zinsen in monat-
	        
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