Jerusalems-Hospital zu Berlin,
von dem kurfürstlichen Rathe v. Marti tz 1671 begründet, seit 1722
unter Verwaltung des Magistrats. Das Haus (Jerusalemerstr. 57.)
ist später erweitert und nimmt zur Zeit 16 arme bejahrte Frauen auf,
von welchen je 3 eine Stube, Kammer und Küche erhalten. Die Auf
genommenen haben freies Holz, ärztliche Behandlung und monatlich
4 Thlr. Das Kapital-Vermögen der Anstalt belief sich I860 auf
33,680 Thlr. Vorsitzender des Kuratoriums ist Stadtrath Gilow.
Erhard Lhristian Jester,
Pfarrer vom Sackheim zu Königsberg, stiftete im vorigen Jahrhundert
bei dortiger Universität ein Stipendium mit 2000 Thlr. Berechtigt
zum Genuß sind: die Enkel und männlichen Descendenten des Stif
ters, demnächst die Nachkommen der übrigen Verwandten und event.
Predigersöhne.
Jinmobilien-Aktien Gesellschaft,
s. Berliner Jnunobilien-Aktien-Gesellschaft.
Industrie-Hans zn Elbing,
eine Waisen-Attstalt mit 28 Kindern. Vgl. Pott-Eowlesche Stiftung.
Industrie-Schule für arme israelitische Mädchen zn Breslau.
Zu Anfang dieses Jahrhunderts von einem Verein gestiftet. Das In
stitut soll eine gute Mädchen-Elementar-Schule darstellen, der Ausbil
dung der Zöglinge in nützlichen weiblichen Handarbeiten aber eine vor
zugsweise Aufmerksamkeit zugewendet werden. Die Anstalt hatte 1861
einen Fonds von 3700 Thlr., das am Bedürfniß Fehlende wurde
durch den Synagogcn-Vorstand und den Magistrat zugeschosien.
Industrie-Schule zu Illingen (Ottweiler).
Von dem Knappschafts-Verein für die Töchter der ständigen Bergleute
begründet.
Industrie-Schule zu Jnimerath (Erkelenz).
Ein mit 4 Morgen Ackerland und 106 Thlr. Kapital dotirteS Institut.
Industrie-Schule zu Köln,
f. Waisenhaus zu Köln.
Industrie-Schule zu Pleß.
Eine für sich bestehende Anstalt, in welcher 30 arme Schulkinder weib
lichen Geschlechts in Handarbeiten unterrichtet werden.
Institut der barmherzigen Schwestern zn Gr. Marienau.
Es steht unter der obern Leitung eines Geistlichen aus Marienwerder
und eines Vereins, ist 1859 errichtet und wird durch milde Beiträge
und den Ertrag vorr Kollekten unterhalten. Sogenannte Novizen neh
men die Kranken und Pfleglinge nicht allein in das dazu erbaute Haus
auf, sondern besuchen dieselben auch in ihren Wohnungen und bemühen
sich im Aufträge des Vereins, ihrer Noth durch Geld und auf andere
Weise Abhilfe 'zu verschaffen.