Full text : Preußisches Landbuch

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JsingscheS  Stipendium.
von  dem  Diakonus  Ising  zu  Königsberg  für  Theologie  studircnde
Söhne  der  Diakonen  der  dortigen  Domkirche  fundirt.  Die  Verleihung
steht  dem  Magistrat  zu.
JSlairsche  Familien-Stiftung.
begründet  von  dem  Kommissionair  Joseph  J  slair  zu  Berlin  (f-1830).
Die  Zinsen  von  7400  Thlr.  sollen  an  bedürftige  Verwandte  gezahlt
werden.  Die  Stiftung  steht  unter  Aufsicht  des  Polizei-Präsidii  zu
Berlin.
Jsmerscbes  Legat,
von  der  zu  Posen  verstorbenen  Wittwe  Alma  Pauline  Is  mer,  geb.
Brückner  herrührend.  Sie  vermachte  (1859)  der  Unterstützungskasic
für  bedürftige  Leidende  in  Obcr-Salzbrnnn  1500  Thlr.
Israelitischer  Jungfrauen  Verein  zu  Pirschen.
Er  bezweckt  die  Ausstattung  von  Brauten  und  die  Beschaffung  von
Wiuterklcidung  für  arme  Kinder,  und  hat  einen  Fonds  von  200  Thlr.
Israelitischer  Verein  für  Krankenpflege  und  Beerdigung  zu  Königsberg.
Er  hat  ein  Vermögen  von  etwa  4000  Thlr.  und  reffortirt,  was  das
Begräbttiß-Wescn  betrifft,  von  dem  Vorstande  der  jüdischen  Gemeinde.
Israelitischer  Verein  zu  BraunSberg.
Sein  Zweck  ist  Pflege  und  Unterstützung  erkrankter  Mitglieder  der  jüdischen ­
  Gemeinde  und  die  rituelle  Beerdigung  Verstorbener.  Der  Verein ­
  hat  16  Mitglieder  und  einen  Fonds  von  155  Thlr.
Israelitisches  Handlungsdiener-Jnstitut  zu  Breslau,
eine  feit  1834  bestehende  Vereinigung  für  kaufmännische  Ausbildung,
Unterstützung  bedürftiger  Mitglieder  rc.  Vereins-Vermögen  3750  Thlr.
in  Effekten.
Israelitisches  Stift  zu  Königsberg,
1851  mit  Korporations-Rechten  begründet.  Es  bezweckt  die  Unterstützung
verarmter  Personen  jüdischen  Glaubens,  welche  früher  in  bcsieren  Perhältttissen
  gelebt  haben  und  durch  unverschuldete  Unglücksfälle  außer
Stand  gerathen  sind,  für  ihre  Existenz  zu  sorgen.  Die  Aufzunehmenden ­
  (4  Männer  und  2  Frauen)  müssen  50  Jahre  alt,  10  Jahre  am
Ort  ansässig  und  ^2ahre  Mitglieder  der  Stadtgcmeiudc  gewesen,  auch
unbescholten  sein.  Sie  erhalten  eine  heizbare  Stube  ohne  Möbel,  eine
Kammer  mit  einem  Hccrd  oder  einer  Vorrichtung  zum  Kochen,  ferner
Brennmaterial  und  einen  Antheil  (bis  zu  100  Thlr.)  an  den  Einkünften ­
  des  Stifts.  Verheirathete  Männer  können  nach  Umständen  ihre
Frauen  in  die  Wohnung  mit  aufnehmen.  Das  Institut  besaß  1862
einschließlich  der  Gebäude  ein  Vermögen  von  etwa  12,500  Thlr.  Damit ­
  in  Verbindung  steht  die  Sachs  sche  Stiftung  von  dem  1854  zu
Königsberg  f  Salomon  Wolfs  Sachs  begründet.  Er  hatte  dem  Stift
15,000  Thlr.  unter  der  Bedingung  zugewendet,  daß  in  demselben  eine
eigne  Abtheilung  unter  dem  Namen  „Salomon  Wolff  Sachs  und  Jo-
            
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