332
Hanna Sachs geb. Assur Lewy" gebildet nnd in derselben sechs Stellen
mit einem jährlichen Einkommen von je 100 Thlr. kreirt würden.
AsraelitischeS Waisenhaus zu Königsberg.
Im Jahre 1862 durch freiwillige Beiträge und ein Bermächtniß von
1000 Thlr. begründet, und noch im Entstehen begriffen. Vermögen
6500 Thlr.
Israelitisches Waisenhaus zu Stettin.
1854 durch den Rabbiner Dr. Weisel begründet. Im Jahre 1859
betrug das Kapital-Vermögen 3500 Thlr., wozu ein Antheil von 1440
Thlr. an dem Rießschen Legate (s. d.) kam.
Graf Jtzenplitzsche Stipeudien-Stiftung.
Der Geh. Staatsrath, Graf v. Jtzen plitz überwies 1819 aus For
derungen an den Staat für Kriegsliefcrungen einen Fonds, aus wel
chem (1837) zwei Zöglingsstellen in der Waisen-Versorgungs-Anstalt
zu Klein-Glienicke (s. d.) gestiftet, und (1839) 3000 Thlr. zu zwei
Freistellen im Schullehrer-Seminar zu Potsdam (jetzt zu Köpenick) be
stimmt wurden.
Jtzigsche Faiuilien-Stlftung,
von Daniel Jtzig zu Berlin mit 22,000 Thlr. begründet. Die Ein
künfte sollen für Unterstützung bedürftiger Familienglieder verwendet wer
den (Lisco S. 397).
Jtzigsche Freischule.
Oberbaurath Daniel Jtzig zu Berlin begründete 1777 eine Freischulc
mit der Bestimmung, armen Kindern neben dem Unterricht in der jü
dischen Religion und im Hebräischen vorzüglich diejenigen Kenntnisse
und Fertigkeiten zu verschaffen, welche zu ihrem Fortkommen im bür
gerlichen Leben erforderlich scheinen. Er schenkte dem Institut nach
find nach 1500 Thlr. 1826 sind die Fonds und Schüler des Insti
tuts mit der jüdischen Gemeinde-Knabenschule (s. d.) vereinigt.
Necha Jtzigsche Stiftung,
Recha Jtzig zu Berlin (f 1841) bestimmte ihren Nachlast (61,000 Thlr.)
zum größten Theil zu einem Familien-Vermächtniß. Die Zinsen sollen
'ur Unterstützung der Verwandten, ohne Unterschied des Grades, blos
nach Maßgabe der wirklichen Hülfsbedürftigkcit und vorzüglich ihrer
Würdigkeit verwendet werden. Ist kein Mitglied der Familie mehr
vorbanden, so soll das Kapital zur Errichtung eines Hospitals für Be
kenner des jüdischen Glaubens beiderlei Geschlechts verwendet werden.
(Lisco S. 399.)
Jubel-Stiftung von Kommilitonen der Breslauer Universität,
1361 bei Gelegenheit der 50 jährigen Jubelfeier der Universität Bres
lau begründet. Der Kapital-Stock (2500 und 1000 Thlr.) soll so
lange aufgesammelt und vermehrt werden, bis jährlich 300 Thlr. Atu
sen erwachsen. Gleichermaßen soll künftig bei etwa eintretenden Va
kanzen die Ansammlung der Zinsen stattfinden. Der akademische Senat