Full text: Preußisches Landbuch

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der ev. Kirchengemeinde zu Nikolai mit der Bedingung schenkte, daß 
von den Zinsen in einem dazu schon erworbenen Hause die Konfirman 
den, welche von der Stadt entfernt wohnen und unterstützungsbedürftig 
sind, Aufnahme und Unterstützung finden. 
Kittertsches Legat zu Steinau. 
Dasselbe besteht in 500 Thlr., deren Zinsen an Orts-Arme vertheilt 
werden. 
Klaren-Legat. 
Eine in der Stadt Heringen bestehende Stiftung; die Zinsen von 1065 
Thlr. werden an Arme vertheilt. 
Klausasches Rettungshaus zu Tarnowitz, 
von dem Güter-Direktor Klausa (1856) als Zufluchtsstätte für arme 
obdachslose Einwohner gegründet, indem er der Gemeinde ein Haus im 
Werthe von 3500 Thlr^ überließ. 
Klebersche Hospital-Stiftung zu Saarbrücken, 
für alte Personen beiderlei Geschlechts ohne Unterschied der Religion. 
Von dem Kaufmann Samuel Kleber, resp. dessen Erben, wurde den 
Städten Saarbrücken und St. Johann 1840 ein Kapital von 4276 
Thlr. mit der Bedingung überwiesen, daß dasselbe durch Zinsen und 
Zinseszinsen so lange vermehrt werden solle, bis die Einnahme davon 
1000 Thlr. jährlich betragen würde. Nach dem Eintritt dieses Zeit 
punktes sollen entweder in einem dazu besonders bestimmten Gebäude, 
oder in Verbindung mit einer andern Anstalt, so viele alte Leute unter 
gebracht oder auch Privat-Personen zur Pflege übergeben werden, als 
mit jener Summe jährlich unterhalten werden können. 
Kleebergsche Erwerbschule zu Königsberg. 
Sie ill 1829 von einem Privat-Wohlthätigkeits-Berein gegründet, nach 
ihrem Eingehen 1836 von der verw. Dr. Kleeb erg neu eingerichtet, 
und gewährt armen Mädchen den nothwendigsten wissenschaftlichen Un 
terricht, sowie Anleitung zu weiblichen Hand-Arbeiten. Von dem Er 
löse der letzteren empfangen die Schülerinnen einen Theil, wodurch den 
Eltern die Erhaltung der Kinder erleichtert wird. Als der 1822 von 
dem Waisenhaus-Direktor Abs gestiftete Verein zur Unterstützung und 
Erziehung verwaiseter oder sonst armer Mädchen 1854 wegen Mangel 
an Theilnahme seine Wirksamkeit einstellte, wurden die vorhandenen 
Fonds mit 1600 Thlr. dem Magistrat überwiesen, um die Zinsen 
davon der Kleebergschen Erwerbschule event, einer andern vom Ma 
gistrat zu substituircnden, den Zwecken der Absschcn Stiftung am 
meisten entsprechenden Wohlthätigkeits-Anstalt zahlen zu lassen, die Ka 
pitalien aber unter dem Namen „Abssche Stiftung" zu asservircn. Die 
Anstalt zählte im Jahr 1862 110 Schülerinnen. 
Kleem annsche Stiftung zu Berlin. 
Rentier Eduard Kleemann (t 1855) setzte die Stadtgemeinde Berlin 
zur Erbin ein, unter der Bedingung, daß dieselbe seinen Nachlaß — be-
	        
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