Full text: Preußisches Landbuch

Kleinkinder-Bewahranstalt zu Polkwitz. 
Von der Stadt Polkwitz (1855) unter bedeutenden Opfern ins Leben 
gerufen, erhielt die Anstalt von der verw. Frau Pastor Reiche geb. 
Müller daselbst (1861) ein Legat von 500 Thlr., desten Zinsen zur 
Erziehung armer und verwaisetcr oder verwahrlosetcr Kinder verwendet 
werden sollen; von der verw. Schuhmacher Nitschkc (1863) 30 Thlr., 
deren Zinsen zu Weihnachtsgeschenken für cv. Kinder bestimmt sind. 
Kleinkinder-Bewahranstalt zu Stendal, 
1839 begründet. Sie wird hauptsächlich durch milde Beiträge erhalten 
und besitzt ein Haus mit Garten und einigen Morgen Ackerland. 
Kleinkinder-Bewahranstalt zu Strehlen. 
Von einem Verein begründet. Er hat 12 Mitglieder, besitzt ein Haus 
init Garten, jedoch bei weitem nicht bezahlt, und unterhält eine Spiel- 
schule für noch nicht schulpflichtige Kinder. Jährliche Einnahme an 
Beiträgen rc. etwa 450 Thlr. 
Kleinkinder-Bewahranstalt zu Tapian. 
Von der Frau Amtsräthin v. Schön auf Kleinhof aus milden Gaben 
begründet. In derselben sind 40 Kinder untergebracht. 
Kleinkinder-Bewahranstalt zu Wernigerode, 
in der Neustadt 1849 begründet. Sie hat 355 Thlr. Fonds und 
nimmt 40—60 Kinder gegen ein Kostgeld von 3 Pf. auf. 
Kleinkinder-Bewahranstalt zu Wittenberg, 
1837 von dem Archidiakonus Seefisch gegründet und bisher (1861) 
geleitet. Sie nimmt etwa 70 Kinder auf, und erhält sich durch frei 
willige Beiträge, aus dem Erlöse weiblicher Arbeiten und einem Bei 
trage aus Gemeinde-Mitteln. 
Kleinkinder-Bewahr- und Erziehungs-Anstalt zu Osterode, 
1855 begründet, ist sie zur Aufnahme von 13 Waisen und von Kindern 
der arbeitenden Klasse des Orts bestimmt. Dieselben erhalten freien 
Unterricht in der Ortsschule bis zur Konfirmation. 
Kleinkinder-Bewahr- und Waisen-ErziehungS-Anstalt zu Glatz. 
Gegründet von dem Vincenz-Männer- und dem Elifabeth-Frauen-Ver- 
ein daselbst. Erhielt 1855 beschränkte Korporations-Rechte. 
v. Kleist-Heinßsches Stipendium zu Brandenburg. 
Die verw. Amtshauptmann v. Kleist geb. Heinß legirte in der Mitte 
des vorigen Jahrhunderts 1000 Thlr. zu einem Stipendium. Das 
Kapital hat sich verdreifacht.; das Stipendium wird an Studirende aus 
der Verwandtschaft der ^tifterin und ihrer Schwestern, der Wittwen 
Romig und Kriele, in deren Ermangelung an Brandenburger Stadt 
kinder, die dessen bedürftig, auf 3 Jahre verliehen. 
Klemens-Hospital zu Münster. 
Im Jahre 1733 von denk Fürstbischof Klemens August von Baicrn 
aus eigenen Mittel gestiftet, ist es zur Aufnahme und Verpflegung von
	        
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