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Kloster zum h. Franziskus in Deutz,
zur Verpflegung armer Kranken und Erziehung von Waisenkindern.
Kloster der barmherzigen Schwestern zu Esten,
1843 mit K. Genehmigung in den Gebäuden des aufgehobenen Ka
puziner-Klosters angelegt. Zum Zwecke der Herstellung der damit ver
bundenen Kranken-Anstalt erhielt das Kloster Korporations-Rechte, und
es wurden einige ältere Stiftungen (Bcguinen-Konvente rc.) damit
vereinigt. Das Haus hatte 1862' an 1300 Kranke aller Konfessionen
aufgenommen; cs hat 15 Schwestern. Durch Abonnement erlangt man
das Recht zur unentgeltlichen Pstege in Krankheitsfällen; Dienstboten
finden Aufnahme gegen einen Jahresbeitrag von 1 Thlr. Vis Ende
1862 hatte das Hans durch Vermächtnisse rc. ein Kapital-Vermögen
von etwa 12,000 Thlr. erlangt; die Zahl der Abonnenten betrug 5400.
Vermächtniß der Wittwe Reincke (1859) von 2500 Thlr.
Kloster der Kongregation bcatao Mariae Virginia zu Esten,
1288 erbaut. In demselben beschäftigen 14 Ordens-Schwestern und
5 Novizen sich ausschließlich mit Jugend-Unterricht in der mit einem
Pensionat verbundenen katholischen höheren Töchterschule, die hier seit
fast 200 Jahren besteht. Die Bedürfniste des Klosters werden durch
die Schulgelder gedeckt.
Kloster der Franziskanerinnen von der heiligen Familie zu Eupen.
Zahl der Mitglieder 30. Sie beschäftigen sich mit Krankenpflege in
dem städtischen Hospital und in Privat-Wohnungen, sowie mit Er
ziehung verwahrloster Kinder und Leitung von Kleinkinderbewahr-
Anstalten.
Kloster der barmherzigen Brüder zu Frankenstein,
Der Kämmerer Tschirch (t 1843) bestimmte zur Begründung dieses
Instituts letztwillig 40,000 Thlr.; eingeweiht ist es im Jahre 1850.
Ursprünglich nur 'zu 11 Betten eingerichtet, verpflegt es jetzt bereits
40 Kranke ohne Unterschied der Religion. In neuerer Zelt wurden
Krankenbetten u. A. von Lorenz (1854) mit 1600 Thlr., von An
toinette v. Montbach (1856) mit 1500 Thlr., von der verw. Gräfin
Bianca v. Schlabcrnd ors geb. Gräfin Pückler auf Stolz (1858)
mit 1540 Thlr. und von Elisabeth Andermann (1863) mit 1500
Thlr. gestiftet. Die Anstalt wird von barmherzigen Ordens-Brüdern
verwaltet, hat Korporations-Rechte und besaß Ende 1861 ein Kapital-
Vermögen von 45,000 Thlr. Vgl. Joseph Scholz.
Kloster der armen Dienstmagde Christi in Gielsdorf (Bonn).
Die Schwestern beschäftigen sich mit Krankenpflege und Erziehung von
Waisenkindern.
Kloster zu den h. Schutzengeln in Gladbach.
Es enthält 17 weibliche Personen, die das Ordensgelübde abgelegt
haben; sie beschäftigen sich mit Unterricht und Erziehung von Waisen
kindern.