Full text : Preußisches Landbuch

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um  6  vermehrt  uud  eine  Anzahl  Stipendien  à  50  Thlr.  für  Zöglinge
der  Anstalt,  welche  in  Leipzig  studiren  wollen,  begründet.  Noch  bestehen ­
  einige  „Gratifikationen"  für  Stndirende  auf  den  Universitäten  Halle
nnd  Berlin.  Dem  Rektor  ist  gestattet,  13  Pensionäre  aufzunehmen.
Die  Beneficiaten  zahlen  36,  die  Pensionäre  außerdem  ein  Kostgeld  von
wenigstens  100  Thlr.  Patrone  sind  die  Freiherrn  v.  Werthern.
Die  Anstalt  steht  den  Pro-Gymnasien  gleich  und  gehört  zum  Resiort
des  Provinzial-Schulkollegii  zu  Magdeburg.
Kloster-Schule  Roßleben.
Ein  von  der  Familie  v.  Witz  leben  in  dem  säknlarisirtcn  Nonnen-Kloster
  Roßleben  (Qucrfurt)  gegründetes  altes  Institut,  das  außer  dem
Grundbesitz  ein  Kapital-Vermögen  von  80,000  Thlr.  hat.  Alumnat
mit  70  Alumnen  -  und  43  Extraneer-Stellen.  Die  vollzahlenden
Alumnen  entrichten  jährlich  126  Thlr.  und  haben  dafür  Wohnung,
Tisch,  Heizung  und  Unterricht:  die  Beneficiaten  (Alumnen  mit  einer
Freistelle)  zahlen  60  Thlr.  ;  die  im  Hause  eines  Lehrers  vorhandenen
Extraneer  entrichten  36  Thlr.  an  die  Schulkasse  mid  die  Pension  mit
mindestens  250  Thlr.  an  den  Lehrer.  Der  Erb-Administrator  (zur
Zeit  der  Ober-Präsident  v.  Witzlcben)  führt  unter  Aufsicht  der
Staats-Regierung  die  Verwaltung  des  gesammten  Stiftungs-Vermögens, ­
  einschließlich  des  Schulenguts  Roßleben,  beruft  alle  Lehrer
und  Beamte  der  Anstalt,  ingleichen  die  Prediger  und  Lehrer  in  den
dem  Patronat  der  Stiftung  nnterliegenden  Dörfern  Ziegelroda,  Holleben
mit  Benkendorf  und  Nirmsdorf.  Kein  Schüler  darf  in  die  Anstalt
aufgenommen  oder  aus  derselben  entlassen  werden  ohne  die  Genehmigung ­
  des  Erb-Administrators.
Klngeschks  Legat,
von  der  verwittwet  gewesenen  Kommerzien  -  Räthin  Kluge  gebornen
Kittelmann  zu  Greiffenberg  in  Schlesien  (t  1860)  herrührend.  Sie
vermachte  der  dortigen  Stadt-Armenkasse  300  Thlr.,  die  Zinsen  davon
sollen  zum  Ankauf  von  Holz  für  sechs  der  bedürftigsten  Arnleu  verwendet ­
  werden.
Knaben-ErziehungS-  (Mendikantem)  Institut  zn  Nkisse.
Ein  fürstbischöflichcs  Institut  zur  Erziehung  von  30  armen  katholischen
Knaben.  —  Vermächtnis;  des  Destillateurs  Nave  von  2000  Thlr.,
dessen  Zinsen  zur  Anschaffung  wärmerer  Kleidungsstücke  für  die  Bcneficiaten
  verwendet  werden  sollen  (1864).
Kiiabm-Hospital  zn  Breslau.
Ein  altes  Institut  in  der  Neustadt.  Im  16.  Jahrhundert  für  30
Knaben  errichtet,  welche  darin  erzogen  werden,  bis  sic  in  die  Lehre
gehen  können.  Rathmann  Hickert,  ein  Zögling  des  Instituts,  baute
1789  das  zerfallene  Gebäude  neu  auf  und  dotirte  cs,  daß  46  Knaben
darin  Aufnahme  finden  konnten.  In  neuerer  Zeit  sind  abermalige  Erweiterungen ­
  eingetreten.
            
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