371
*
24*
1810 höhere Bürgerschule, 1831 Gymnasium, seit 1865 in einem neu
erbauten Hause. Die Anstalt hat ein Vermächtniß aus dem 17. Jahr
hundert von dem Viecebürgermeister I. Schimmelpfennig (s. d.)
und ein Lamprechtsches Stipendium. Einzelne Klaffen haben einen
Fonds zur Unterstützung armer Schüler (Wiese S. 54).
Kneiphöfscbes KausmannS-Mannsstift zu Königsberg,
von dem Vorsteher-Amt der Kaufmannschaft verwaltet Auf die Stifts
stellen haben alte, verarmte Kaufleute christlicher Religion Anspruch,
welche thren letzten Wohnsitz ,n dem Kneiphöfschen Stadtbezirke gehabt
haben. In Ermangelung derselben können auch dergleichen Kaufleute
aus den andern beiden Stadtbezirken berücksichtigt werden.
Kneiphöfsches Wittwen- und Waisenstift zu Königsberg.
Ein altes Institut mit einzelnen Familien-Stiftungen. Löfflerschc,
für Personen zunächst ans der Stadrath Löffler scheu Familie, v!
Sch arden-Lieder Ische Familien-Stiftung mit 23331 Thlr. be
gründet von der 1800 + verw. Kommerzien-Räthin Kelch geb. Li edert.
Es sollen aus den Familien v. Scharben und Licdert je eine
Person eine Wohnung und monatlich jede 3 Thlr. erhalten, auch außer
dem an den sonstigen Vortheilen der im Stift befindlichen Personen
Theil nehmen. Die Kollation der Stellen steht den Familien-Aelte-
sten zu.
Joh. Georg Knie,
(geb. 1793 in Erfurt, + 26. Oliti 1859) wurde Begründer der Blinden
anstalt zu Breslau. Er selbst erblindete als achtjähriger Knabe an
den Blattern, ward 1809 in die Berliner Blinden-Anstalt aufgenommen,
studlrte spater m Breslau die philologischen Wissenschaften und widmete
stch ganz dem Berufe als Blinden-Lehrer. Im Jahre 1816 stiftete
er Zur Versorgung im Freiheitskampfe erblindeter Krieger den Verein
aus welchem bic Bliudcn-Anstalt hervorging, für die er'als Lehrer und
Erhalter 40 Jahre wirkte. Er gab mehrere Werke heraus und schenkte
Ertrag eines Buches, „Erinnerung eines Blindgeborenen", gegen
1000 Thlr., der Anstalt zur Unterstützung entlassener Zöglinge
¡BPiísai
Ķ uiggen Armenhaus.
E>nc alt- «Uftung d-r Stadt Stargard in Pomm-r„.
August Samuel Knispel,
Apotheker und Stadt-Aeltester zu Haynau (+ 8. August 1865) hinter-
hqi etwa 80,000 Thlr. zu Legaten und milden Stiftungen. Bedacht