Full text: Preußisches Landbuch

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L'Abaye. 
Ģeh- Staatsrath, Mitglied der Armen-Direktion ru Berlin lş iA3i\ 
halten sollte; ş werden nach Abzug der Verwaltungskosten rum Kapital 
geschlagen. Mit dieser Theilung und Kapital-Vermehrung ist seit 1832 
begonnen, und sie soll 30 Jahre fortgesetzt, dann aber das Haupt- 
Kapital mit j an den Neffen oder dessen Descendenz, mit \ an die 
Armen-Direktion fallen. Schon im Jahre 1850 belief sich das Stiff 
tungs-Kapital auf 61,300, das Ersparnißkonto auf 22,000 Thlr.; 
36 Arme erhielten 1056 Thlr. Aus der Stiftung werden an Arme 
Unterstützungen in monatlichen Raten von 2 bis 6 Thlr. gezahlt. 
Außerdem hat der Testator 3000 Thlr. angewiesen; von den Zinsen 
müssen zur Feier seines Geburtstages, alljährlich 100 unglücklich?, aber 
Erdige Arme festlich bewirthet und mit einem kleinen Geldgeschenk er 
freut werden. Die Feier beginnt mit der Ansprache eines Geistlichen 
und wechseln darin die 3 Prediger am Arbcitshause, am großen Frie- 
dnchs-Waisenhause und am Friedrich-Wilhelms-Hospital' miteinander 
ab. Für die Festrede erhält der Geistliche einen Dukaten. Der Saal, 
in welchem das Festmahl veranstaltet wird, muß mit dem Bildnisse 
des Erblassers dckorirt sein, welches dem Scssionszimmer der Armen- 
Direktion angehört, und der Bote empfängt für den Transport des 
Bildes 1 Thlr. 
v. Labeö, 
Geh. Stiftsräthin zu Berlin, schenkte 1795 dem Joachimsthalschen 
Gymnasium ein ihr in Pankow gehöriges Grundstück, um es zu 
verkaufen und aus dem Erlös ein Stipendium zu gründen. Das 
Vermögen beläuft sich auf etwa 4000 Thlr., und aus den Zinsen 
werden Stipendien à o0 Thlr. aus 3 Jahre verabreicht; der Direktor 
und die Profefforen des Gymnasiums schlagen die Benefiziate» bem 
Provinzial-Schnlkolsegium zur Bestätigung vor. 
v. Ladenbergsche Jubilar-Stiftung. 
Bei Gelegenheit des 50jährigen Dienst-Jubiläums des Ministers v. 
Babenberg 1839 aus freiwilligen Beiträgen der Forstbeamten ge 
gründet. Der Jubilar selbst steuerte 1000 Thlr. bei. Dadurch und 
durch zinsbare Anlegung der Gelder hatte die Stiftung 1840 einen 
Fonds von 5725 Thlr. erhalten, dessen Zinsen in der Art verwendet
	        
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