Full text: Preußisches Landbuch

ben. Die Revenüen beider Fonds sollen niemals zusammengeworfen 
oder zu einem andern Zwecke als dem bestimmten benutzt, und eben so 
wenig mit irgend einer anderen städtischen Schul- oder Gemeinde- 
Stiftung vereinigt werden. Die Stiftung wird unter Aufsicht des 
Kreisgerichts von zwei Bürgern (Tcstaments-Exekutoren) verwaltet, 
v. Bandemersche Stiftung, 
begründet von Fräulein Marie Friederike Henriette v. Bandemer 
(t 20. Juni 1854). Sie setzte letztwillig die Ehegattin des Kaufmanns 
S. in Berlin zur Universal-Erbin ein, ernannte den Rechtsanwalt 
Justizrath Gall zum Testaments-Exekutor, und errichtete — vorbehalt 
lich des lebenslänglichen Nießbrauchs der S. mit dem zu dem Nach 
lasse gehörigen Grund-Vermögen (den ansehnlichen Gütern Diedersdorf 
und Birkholz), den Kapitalien und Brillanten, im Ganzen mehr als 
200,000 Thlr., eine Stiftung zu dem Zwecke, um unverheiratheten 
Töchtern aus der Familie v. Bandemer, event, von Preußischen Offi 
zieren und in Ermangelung der letzteren auch sonst unvermögenden Jung 
frauen Aufnahme und Unterstützung zu gewähren. Die Stiftung hat 
unterm 7. November 1857 die landesherrliche Genehmigung erhalten, 
ist aber noch nicht ins Leben getreten. 
Bannwarthsche Stipendien-Kasse zu Königsberg, 
gestiftet von dem Zimmermeister Bannwarth für Theologen refor- 
mirter Konfession. Sie wird von dem rcformirten Kirchen-Kollcgium 
verwaltet und hat ein Kapital von 8800 Thlr., von dessen Zinsen 4 
reformirte Studenten jährlich je 93} Thlr. erhalten. Vgl. Reformirte 
Prediger Wittwen-Kasse zu Königsberg. 
Banzersches Stipendium. 
Eine alte Stiftung bei der Universität Halle-Wittenberg. Profestor 
Banz er in Wittenberg vermachte 500 mfl. (437} Thlr.), wovon die 
Zinsen einem armen Studirenden der Medizin, welcher das zwei und 
zwanzigste Jahr erreicht hat, auf drei Jahre verabreicht werden sollen. 
(Koch I. 444.) 
Ferdinand Barbar zu Altenberge (Stcinfurt), 
(t 8. Januar 1840) setzte die Armen der dasigen Pfarrgemcinde zu 
seinen Erben dergestalt ein, daß der zeitliche Orts-Pfarrer die Zinsen 
der unter Autorisation der bischöflichen Behörde anzulegenden Kapita 
lien (letztere im Betrage von über 1000 Thlr.) nach seinem gewissen 
haften Ermesten unter die Armen vertheilen soll. 
St. Barbara-Bruderschaft zu Ottweiler, 
1856 von dem katholischen Pfarrer Hansen gestiftet. Sie besteht aus 
Bergleuten und hat den Zweck wechselseitiger Unterstützung und Fördc- 
rullg der Sittlichkeit und Religion. Mitglieder 148. Zweig-Vereine 
bestehen in Schiffweiler, Neunkirchen und Tholey. 
Barbysches Stipendium, 
Es beträgt jährlich 35 Thlr. und ist für Studireude der Stadt Barby 
bestimmt. Die Verleihung steht dem Staate zu. (Hermes II. 46.)
	        
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