Full text : Preußisches Landbuch

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nichts  mehr  verdienen  können,  und  auf  ihre  Erlösung  hoffen,  alle  halbe
Jahre  eine  Erquickung  verabreicht  werde.
Loeckel-Nichardsche  Stiftung  zu  Königsberg.
Bon  der  +  Bau-Direktor  Loeckel,  geb.  Richard  1800  begründet.
Bon  den  Zinsen  des  Stiftungs-Kapitals  von  100,000  Thlr.  sollen
Portionen  à  50  Thlr.  an  arme  Nothleidende,  Männer  und  Frauen
großbürgerlichen  (nicht  adeligen)  Standes,  die  nicht  50  Thlr.  jährliches
Einkommen  haben,  und  an  eben  solche  Wittwen  mit  unerzogenen  Kindern, ­
  die  zusammen  nicht  100  Thlr.  einzunehmen  haben  oder  sich  verdienen, ­
  verabreicht  werden.  Gleiche  Portionen  à  25  Thlr.  sollen  an
nothleidende,  besonders  kranke  Personen  kleinbürgerlichen  Standes,  die
nicht  ein  jährliches  Einkommen  von  gleicher  Höhe  haben,  gezahlt  werden; ­
  die  armen  Berwandten  der  Stifterin,  ferner  die  Königl.,  sowie  die
oberen  städtischen  Baubeamten  haben  ein  Borzugsrecht  vor  Fremden.
Die  Berwaltnng  der  Stiftung  steht  dem  Magistrat  in  Königsberg  unter
Aufsicht  der  Regierung  zu.

Löhrsche  Stiftung  zu  Benneckensteiu.
Sie  ist  mit  der  Stadt-Armenkasse  verbunden  und  die  1848  in  Leipzig
+  Hofräthin  Keil,  geb.  Löhr  hinterließ  der  Stiftung  1500  Thlr.
mit  der  Bestimmung,  daß  aus  den  Interessen  jährlich'zunächst  solche
Armen  der  Stadt  Bcnneckcnstein  oder  der  dazu  gehörigen  Umgebungen,
drc  sich  als  zur  Verwandtschaft  des  1798  zu  Leipzig  t  Baumeisters
luib  Banquier  Löhr  gehörig  ausweisen  könnten,  deinnächst  aber  andere
-stadt-Arme  unterstützt  werden  sollen.  Die  Zinsen  mit  60  Thlr.  werden ­
  an  15  Personen  vertheilt.

Lösch  sche  Stiftung  zu  Breslau.
Ein  Krankenhaus,  von  den  Intestat-Erben  des  Kaufmanns  Johan
Heinrich  Lösch  im  Jahre  1832  mit  40,000  Thlr.  begründet.  Nac
der  Stiftungs-Urkunde  vom  27.  April  1832  sind  zur  Unterstützung  fü
verarmte  Nachkommen  der  Familie  Lösch  500  Thlr.  jährlich  gewi'dme>
Der  Bruder  des  Stifters,  Geh.  Kommerzienrath  Johann  Friedri«
.osch  (ş  1842)  vermachte  dein  Institut  i0,000  Thlr.,  aus  bere
Zîusen  der  Unterstützungs-Fonds  für  die  Familie  Lösch  vcrqrößei
worden  ist.  S.  Klnder-Erziehnngs-Jnstitut  zur  Ehrenpforte.
1847)  gründete  letztwtll.g  eme  Stiftung  mit  der  Bestimmung,  daß  1
derjenige,  welcher  ans  der  Familie  Vössc  sich  den,  geistlichen  Ştanì
widmet,  vor  allen  andern  Famtlien-Anqehöriqen  in  den  vollen  Genu
er  Zinsen  des  stiftungs-Fonds  bis  zu  empfangener  Priesterweis
            
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