Full text : Preußisches Landbuch

Prinzessin  Marianne  Udii  Preußen  gegründet.  Das  Kapital  voll  450
Thlr.  hatte  sich  1801  auf  080  Thlr.  vermehrt.  *20  Thlr.  von  den
Zinsen  werden  zur  Bczahlnng  des  Schulgeldes,  5  Thlr.  zur  Anschuss
fung  von  Schreibmaterialien  rc.  für  arme  Kinder  verwendet.
Marien-Gynmasiuin  zn  Posen.
Ein  königliches  (katholisches)  Institut,  1573  als  Jesniten-Schule  gegründet. ­
  —  Im  Jahre  1800  war  der  fünfte  Theil  der  Schüler  des
Gymnasiums  vonl  Schulgelde  befreit;  im  Alumnat  fanden  00  Schüler
der  oberen  Klassen  freien  Unterhalt,  außerdem  je  11  im  v.  Szo  ldrskischen
  und  v.  Lnbra  n  skischen  Konvikt  (jener  seit  1040,  dieser  seit
1519  bestehend),  während  die  Gesellschaft  zur  Unterstützung  der  Jugend
im  Großherzogthum  Posen  für  11  Schüler  das  Schulgeld  zahlte,  und
überhaupt  deren  24  theils  durch  Gewährung  von  Tifchgeldern,  theils
mit  Wohnung  und  Beköstigung  im  besonderen  Alumnat,  theils  mit
Kleidern  und  Büchern  unterstützte.  Gräflich  Mie  lzy  nökischcs  Universitäts-Stipendium ­
  im  Betrage  von  jährlich  90  Thlr.,  das  auf  3
Jahre  verliehen  wird.  Der  1810  eingerichtete  v.  Przyluskische
Konvikt  gewährt  2  Freistellen,  auch  besteht  ein  Königl.  Unterstützungs-Fonds
  und  eine  v.  Wittk  o  w  skische  Stiftung  für  bedürftige  Schüler.
Marien-Hospital  zu  Ahaus.
1856  —1858  auf  einem  von  dem  Fürsten  zu  Salm-Salm  geschenkten
Grundstück  mit  einem  Kostenauswande  von  6000  Thlr.,  welche  durch
freiwillige  Beiträge  aufgebracht  wurden,  hergestellt.  Die  Anstalt  ist
als  eine  kirchliche  Anstalt  „zur  Krankenpflege  und  Waiscn-Erzichung
durch  barmherzige  Schwestern"  für  Ahaus  und  die  umliegenden  Gemeinden ­
  begründet  und  steht  unter  Aufsicht  des  Bischofs  zu  Münster.
Das  Hans  kann  30  Kranke  aufnehmen  und  hat  1200  Thlr.  Vermögen.
Maria-Hospital  zn  Allenstein.
Kranken-  und  Waisenhaus,  1864  erbaut.  Der  Banfonds  ist  aus  Vermächtnissen ­
  und  Schenkungen  beschafft  und  die  Leitung  der  Anstalt
barmherzigen  Schwestern  vom  Orden  des  h.  Vincenz  von  Paula  anvertraut. ­

Marien-Hospital  zu  Burtscheid,
1851  von  einer  Anzahl  wohlgesinnter  Bürger  zunächst  für  die  kathol.
Einwohnerschaft  gegründet  und  mittelst  Kabinets-Ordre  vom  29.  April
1851  mit  den  Rechten  der  juristischen  Person  beliehen.  Die  Anstalt
beschäftigt  sich  vorzugsweise  mit  der  Pflege  erkrankter  Armen,  versorgt ­
  aber  auch,  soweit  die  Mittel  reichen,  alte  und  arbeitsunfähige
Personen  und  übernimmt  die  Erziehung  von  Waisenkindern.  Ein  Verwaltungs-Rath
  besorgt  die  Geschäfte.
Marien-Hospital  zn  Erwitte.
Von  dem  t  Frhrn.  v.  Hörde  zn  Schwarzenraben  begründet  und  1860
ins  Leben  getreten,  nimmt  es  zunächst  kranke,  dann  aber  auch  alte  gebrechliche ­
  Leute  und  Waisen  auf.  Die  Verwaltung  ist  der  Kirche  übergeben ­
  und  der  Krankendienst  wird  von  barmherzigen  Schwestern  ver-
            
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