Full text : Preußisches Landbuch

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Marien-Stift  zu  Erfurt.
Die  aus  der  Aufhebung  desselben  erwachsenen  Fonds  werden  voll  der
Regierung  zu  Erfurt  verwaltet  und  für  katholische  kirchliche  und  Schulzwecke ­
  verwendet.  Jährlicher  Ertrag  9100  Thlr.
Marien-Stift  zu  Königsberg.
Es  steht  mit  dem  großen  Löbenichtschen  Hospital  (s.  d.)  in  Berbindung ­
  und  hat  Stellen  für  6  adelige  und  6  bürgerliche  bedürftige  unverheirathete
  oder  verwittwete  Frauenzimmer.  Die  Stellen  werden  von
der  Krone  vergeben.  Einkünfte  290—170  Thlr.  einschließlich  der  freien
Wohnung.
Marien-Stift  zu  Krossen,
für  sittlich  verwahrlosete  und  verwaisete  arme  Mädchen  des  Kreises  und
der  Stadt;  1838  durch  eine  Schenkung  von  Albertine  Böhden  ins
Leben  gerufen  und  von  der  Frau  1)r.  Serle  und  andern  Frauen  unter  Mitwirkung ­
  der  Superintendenten  K  o  h  l  i  und  Gruber  fortgeführt.  Protectorin
  war  die  Prinzessin  Wilhelm  von  Preußen,  später  wurde  es  deren
Tochter,  die  Königin  von  Marie  von  Baien,.  Die  Anstalt,  auf  müde
Beiträge  fundirt  und  mit  beschränkten  Korporations-Rechten  beliehen,
hatte  1855  ein  Kapital-Vermögen  von  2375  Thlr.
Marien-Stift  zu  Stettin.
Das  Permögen  des  Marien-Stifts  —  eines  ehemaligen  Kollegiat-Stifts
des  bischöflichen  Stuhles  von  Kammin,  dessen  Präbenden  an  Pommersche
Adelige  vergeben  wurden  und  dessen  Einkünfte  nach  seiner  durch  die
Reformation  herbeigeführten  Säkularisation  zur  Unterhaltung  der  Domkirche ­
  in  Stettin  und  eines  bei  derselben  gestifteten  gymnasii  academic,
verwendet  wurden  —  ist  feit  1804  Hülss-Fonds  für  diejenigen  Unterrichts-Anstalten ­
  (Gynlnasien  und  Seminarien),  welche  in  Alt-Pommern
unter  die  Ansicht  des  Provinzial-Schul-Kollegii  gestellt  sind.  Einnahme
1859  =  23,300  Thlr.
Märien-Stiftung  zu  Freiburg  a.  U.,
von  dem  Apotheker  Staacke  (t  1856)  zum  Andenken  an  seine  vor
ihm  t  Tochter  mit  1500  Thlr.  begründet.  Die  Zinsen  sollen  in  der  Weise
verwendet  werden,  daß  alljährlich  am  12.  November  10  Thlr.  an  zehn
arme,  hülfsbedürftige  alte  Leute  baar  oder  in  Naturalien  vertheilt,  der
Rest  zu  nützlichen  und  wohlthätigen  Zwecken  nach  den  Beschlüßen  des
Magistrats  und  der  Stadtverordneten  verausgabt  werden.
Marien  Stiftung  zu  Görlitz,
von  dem  Fabrikbesitzer  Gustav  Apitzsch  herrührend,  welcher  dem  Magistrat ­
  4  Staatsschnldverschreibungen  des  österreichischen  Anlehns  von
'1854  zusammen  über  1000  Gulden  Konventions-Münze  nebst  Coupons
zum  Zwecke  einer  Stiftung  übergab,  die  zu  Ehren  seiner  +  Gattin
den  obigen  Namen  führen  soll.  Die  Zinsen  sollen,  so  lange  der  Königin ­
  Elisabeth  Zweig-Verein  (s.  d.)  in  Görlitz  besteht,  an  die  Vorsteherin ­
  desselben  zur  Verwendung  für  die  Zwecke  dieses  Vereins  aus-
            
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