Full text : Preußisches Landbuch

pendii.  Letzteres  wird  nur  an  einen  Gymnasiasten  verliehen,  der  das
14.  Lebensjahr  vollendet  hat  und  nach  3  Jahren,  die  er  noch  auf  einem
der  beiden  Gymnasien  verbleiben  muß,  eine  Universität  beziehen  kann.
Die  Stipendiaten  sollen  aus  allen  Preußischen  Provinzen  angenommen
werden,  müssen  ihr  sittliches  Verhalten  und  ihre  Qualifikation  zum
Studiren  nachweisen,  und  ihre  Studien  (Theologie,  Jura,  Medizin)
auf  einer  erlaubten  Universität  machen.  Unter  gleich  qualifizirten  Bewerbern ­
  haben  diejenigen  den  Vorzug,  die  in  Rathenow  oder  im  Ländchen
  Friesack  geboren  sind.  Die  beiden  Schul  -  Stipendien  betragen
jährlich  je  90  Thlr.,  jedes  der  Universitäts-Stipendien  jährlich  250  Thlr.
Die  Kollation  steht  dem  Kirchen-Ministerio  (Propste)  zu  St.  Petri  und
zwei  Kammergerichtsräthen  (im  Jahre  1861  Grein,  Mannkopf)  zu.
Maskowscbes  Bermächtniß  zu  Gtttzkow,
von  dem  1837  zu  Gützkow  t  ehemalige  Pächter  Maskow  herrührend.
Er  vermachte  der  Stadt  2000  Thlr.  unter  der  Bedingung,  daß  die
Zinsen  zu  irgend  einem  guten  Zwecke  der  Stadt,  nach  dem  Ermessen
des  Magistrats,  verwendet  würden.
Karoliue  Louise  Ma  ss  Ute,
(t  1853  zu  Berlin)  vermachte  dem  dortigen  großen  Friedrichs-Waisenhause ­
  zwei  Kapitalien  und  zwar  a)  eins  von  3000  Thlr.  zu  dem
Zwecke,  um  nach  dem  Grundsätze  der  „Stiftung  vom  17.  Rovcmber
1822"  (s.  d.)  jährlich  zwei  im  Waiscuhause  erzogenen  Mädchen  von
guter  sittlicher  Führung  eine  Prämie  von  50  Thlr.  zu  Theil  werden
zu  lassen,  welche  denselben  bei  ihrer  dereinstigcn  Verhcirathung,  jedoch
erst  nach  zurückgelegtem  25.  Lebensjahre,  im  Fall  ihrer  Nichtverheirathung
aber  erst  nach  zurückgelegtem  30.  Lebensjahre  sammt  deren  Zinsen  zu
zahlen  ist.  Die  Zinsen  sollen  von  der  jährlichen  Zusicherung  ab  aufgesammelt ­
  werden;  b)  eins  von  2500  -tchlr.  mit  der  Maßgabe,  datz
von  den  Zinsen  desselben  nach  dem  Ableben  einer  (zu  deren  Genuß ­
  berufenen)  Person  eine  dritte  Prämie  von  50  Thlr.  gegründet
werde.  S.  Nikolaus-Bürger-Hospital.
Mathilden.  Stiftung,
s.  Bethgesche  Stiftung.
Ma  thy,
Kaufmann  zu  Danzig  (+  1764)  begründete  dort  einen  Fonds  zur  Bezahlung ­
  des  Schul-Unterrichts  und  der  Bekleidung  für  12  Knaben  und
12  Mädchen  katholischer  Konfession.
Mat  thi  aö  -  Hospital  zu  Löwenberg.
1475  gegründet,  1861  in  das  erworbene  Pastor  Karbeschc  Haus  verlegt. ­
  Die  Einnahme  betrug  in  den  letzten  Jahren  3400,  die  Ausgabe
2100  Thlr.  :  untergebracht  waren  im  Hause  26  Personen,  welche  hier
vollständigen  Unterhalt  erhielten.  Erkrankte  Hospitaliten  werden  in  das
Krankenhaus  aufgenommen.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.