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Folge durch Zinsenzuwachs vermehrt und das Krankenbett ist auf das
Klinikum in der Ziegelstraße Übetragen worden.
Paul Mendelssohn-Bartholdy,
Kommcrzienrath zu Berlin, überwies aus dem Ertrage der von ihm
herausgegebenen Rcisebriefe seines f Bruders, des' General-Musik-
Direktors, 500 Thlr. dem Friedrichs-Stifte (s. d.) mit der Bestim
mung, daß das Kapital als eiserner Bestand im Stifts-Vermögen auf
zubewahren, und der auskommende Zinsertrag zu den Zwecken der
Anstalt zu verwenden sei. Das Kapital wird in den Rechnungen der
Anstalt unter der Bezeichnung: „Felix Mcndelssohn-Bartholdy-Stiftung"
gesondert fortgeführt. In gleicher Weise wendete der Geschenkgebcr
ans dem Ertrage jener Reisebriefe dem Elisabeth-Kinder-Hospital (s. d.)
;>00 Thlr. zu, welches Kapital unter der Bezeichnung „Felix-Mendels-
sohn-Bartholdy-Stiftung" der Unterstützungskasse für verdiente und
pflichtgetreue Pflegerinnen einverleibt wurde.
Menesche Legate.
Alte Stiftungen bei der Universität Halle, von dem Konsistorialrath
und Hofprcdiger Mene zu Aurich herrührend; Kapital a) ursprüng
lich -3000 Thlr., deren Zinsen für drei arme Studirende der Theologie
bestimmt sind. Zunächst sollen Bremer, dann Ostfriesische und Har-
linger Landeskinder den Vorzug genießen, und die Stipendiaten, welche
jedoch drei Jahre auf der Universität Halle fleißig studircn müssen, das
Stipendium vier Jahre genießen können. Das Stammkapital hat be
deutende Verluste erlitten, war aber 1838 wieder auf 2632 Thlr.
gebracht; b) ursprünglich 600 Thlr., im Jahre 1838 bis auf 1530
Thlr. vermehrt. Die Zinsen sollen an arme Studirende der Theo
logie vertheilt werden, welche auf der Universität Halle sich befinden.
(Koch I. 442.)
Rosalie Menzel,
(t zu Breslau 1864) setzte 3000 Thlr. zu einer besonderen Stiftung
mit der Bestimmung aus, daß die Zinsen an unverheirathet gebliebene
unbescholtene Damen im Alter von mehr als 40 Jahren vertheilt wer
den sollen. Die Verwaltung der Stiftung, sowie die Bestimmung der
zu berücksichtigenden Damen soll dem Fürstbischof zu Breslau allein
und unter Ausschluß aller andern Behörden zustehen. Die Stiftung
hat unter dem 24. Juni 1864 mit Vorbehalt des staatlichen Ober-
aufsichts-Rechts die landesherrliche Genehmigung erhalten.
Karl Siegst. Menzendorff,
Ackergutsbesitzer und Ortsschulze in Groß-Holzhausen (Ostcrburg) schenkte
(1862) der Schule zu Crüden ein Kapital von 100 Thlr. Gold, indem
er die Zinsen zur Bezahlung des Schulgeldes für arme Kinder be
stimmte.
v. Merckelsche Stiftung,
von den Stadt-Behörden zu Breslau 1845 bei Gelegenheit des Aus
scheidens des Ober-Präsidenten v. Merckel ans dem Staatsdienste