Full text : Preußisches Landbuch

472

Folge  durch  Zinsenzuwachs  vermehrt  und  das  Krankenbett  ist  auf  das
Klinikum  in  der  Ziegelstraße  Übetragen  worden.
Paul  Mendelssohn-Bartholdy,
Kommcrzienrath  zu  Berlin,  überwies  aus  dem  Ertrage  der  von  ihm
herausgegebenen  Rcisebriefe  seines  f  Bruders,  des'  General-Musik-Direktors,
  500  Thlr.  dem  Friedrichs-Stifte  (s.  d.)  mit  der  Bestimmung, ­
  daß  das  Kapital  als  eiserner  Bestand  im  Stifts-Vermögen  aufzubewahren, ­
  und  der  auskommende  Zinsertrag  zu  den  Zwecken  der
Anstalt  zu  verwenden  sei.  Das  Kapital  wird  in  den  Rechnungen  der
Anstalt  unter  der  Bezeichnung:  „Felix  Mcndelssohn-Bartholdy-Stiftung"
gesondert  fortgeführt.  In  gleicher  Weise  wendete  der  Geschenkgebcr
ans  dem  Ertrage  jener  Reisebriefe  dem  Elisabeth-Kinder-Hospital  (s.  d.)
;>00  Thlr.  zu,  welches  Kapital  unter  der  Bezeichnung  „Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Stiftung"
  der  Unterstützungskasse  für  verdiente  und
pflichtgetreue  Pflegerinnen  einverleibt  wurde.
Menesche  Legate.
Alte  Stiftungen  bei  der  Universität  Halle,  von  dem  Konsistorialrath
und  Hofprcdiger  Mene  zu  Aurich  herrührend;  Kapital  a)  ursprünglich ­
  -3000  Thlr.,  deren  Zinsen  für  drei  arme  Studirende  der  Theologie
bestimmt  sind.  Zunächst  sollen  Bremer,  dann  Ostfriesische  und  Harlinger
  Landeskinder  den  Vorzug  genießen,  und  die  Stipendiaten,  welche
jedoch  drei  Jahre  auf  der  Universität  Halle  fleißig  studircn  müssen,  das
Stipendium  vier  Jahre  genießen  können.  Das  Stammkapital  hat  bedeutende ­
  Verluste  erlitten,  war  aber  1838  wieder  auf  2632  Thlr.
gebracht;  b)  ursprünglich  600  Thlr.,  im  Jahre  1838  bis  auf  1530
Thlr.  vermehrt.  Die  Zinsen  sollen  an  arme  Studirende  der  Theologie ­
  vertheilt  werden,  welche  auf  der  Universität  Halle  sich  befinden.
(Koch  I.  442.)
Rosalie  Menzel,
(t  zu  Breslau  1864)  setzte  3000  Thlr.  zu  einer  besonderen  Stiftung
mit  der  Bestimmung  aus,  daß  die  Zinsen  an  unverheirathet  gebliebene
unbescholtene  Damen  im  Alter  von  mehr  als  40  Jahren  vertheilt  werden ­
  sollen.  Die  Verwaltung  der  Stiftung,  sowie  die  Bestimmung  der
zu  berücksichtigenden  Damen  soll  dem  Fürstbischof  zu  Breslau  allein
und  unter  Ausschluß  aller  andern  Behörden  zustehen.  Die  Stiftung
hat  unter  dem  24.  Juni  1864  mit  Vorbehalt  des  staatlichen  Oberaufsichts-Rechts
  die  landesherrliche  Genehmigung  erhalten.
Karl  Siegst.  Menzendorff,
Ackergutsbesitzer  und  Ortsschulze  in  Groß-Holzhausen  (Ostcrburg)  schenkte
(1862)  der  Schule  zu  Crüden  ein  Kapital  von  100  Thlr.  Gold,  indem
er  die  Zinsen  zur  Bezahlung  des  Schulgeldes  für  arme  Kinder  bestimmte. ­

v.  Merckelsche  Stiftung,
von  den  Stadt-Behörden  zu  Breslau  1845  bei  Gelegenheit  des  Ausscheidens ­
  des  Ober-Präsidenten  v.  Merckel  ans  dem  Staatsdienste
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.