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wohlthätigen Zwecken verwendet. Der Kapitol-Fonds hatte sich Ende
1863 auf 101,508 Thlr. vermehrt.
Neumärkscher Meliorationsgelder-Zinsen-Pensions-FondS,
zu Pensionen und Unterstützungen für hülfsbedürftige Wittwen und ver-
waifete Töchter höheren Standes der Nemnark in derselben Art be
stimmt, wie der Pommersche Meliorationsgelder-Zinsen-Fonds (s. d.)
für Pommern. Verwalter des Fonds ist die Regierung in Frank
furt a. O. Jährlicher Ertrag 7—8000 Thlr.
Neumärkscher Städte UnterstithungS-Fonds.
Aus älterer Zeit hcrstaminend und bei der Regierung zu Frankfurt a. O.
verwaltet, hatte er 1863 ein Vermögen von 112,200 Thlr. Er ist
seiner wesentlichen Bestimmung nach ein Meliorations-Fonds. S. Neu-
märkische Hülfskasse zu Küstriu und Meliorations-Fonds für die Neu-
mark.
Anna Maria Neumann.
(+ 1843 zu Neuwied) setzte die dortige ältere ev. (reformirte) Kirchen-
Gemeinde zur Universal-Erbin ihres, weit über 1000 Thlr. betragen
den Nachlasses mit der Bestimmung ein, daß die Zinsen an Hausarme
der Gemeinde vertheilt werden sollten.
Frau Neumann,
geb. Fechner, Wittwe des Rittergutsbesitzers Neumann zu Ditters
bach (f 1862) vermachte 400 Thlr., deren Zinsen zur Unterstützung
für Arme und Kranke der Gemeinden Dittersbach und Georgenrnh
(Sagan) verwendet werden sollen.
Neu man nsche Stiftungen zu Prausnitz.
begründet von dem 1832 daselbst + Handelsmann Marcus Jakob
Neumann. Siebestehen a) aus 6000 Thlr., deren Zinsen (mit Aus
nahme von 15 Thlr. für die Kuratoren) zur Ausstattung eines armen
jüdischen Mädchens bei ihrer Verheiratung verwendet werden sollen;
6) aus 3000 Thlr., deren Zinsen einem bedürftigen verheiratheten
Talmudisten zu Gute kommen sollen.
N e n in a il n sches Stipendium.
Frau Sophie Elisabeth Neumann geb. Harz, Hofräthin zu Berlin
(t 1739) legn te 1000 Thlr., deren Zinsen eiueni armen Studiosus
evangelisch-lutherischer Konfession, welcher sich der Theologie widmet,
auf drei Jahre verliehen werden sollen. Verwandte des vorher f
Hofraths Neumann, welche diesen Namen führen, sollen vor anderen
berücksichtigt werden. Die Verleihung steht dem Schul-Kollegium der
Provinz Brandenburg zu.
N eumeistersches Stipendium zu Spandau.
Vom Bürgermeister Neu Meister 1672 mit 500 Thlr.. gestiftet. Das
Stipendium mit 25 Thlr. wird an studireude Spandauer Bürgersöhue,
besonders die Nachkommen des Stifters, verliehen.