auch sonst außerordentliche Unterstützungen. Die Verwaltung steht
unter Aufsicht des Laudraths Warburger Kreises und der Königlichen
Regierung zu Münster; die Vorschläge zu Bewilligungen gehen von
der Oberlingenschen ev. Geistlichkeit aus.
Oberschlesische Steinkohlen-Bergbau Hittsökasse.
Das Vermögen derselben bestand 1863 in 845,000 Thlr.
Ockersches Vermächtniß.
Es datirt ans dem vorigen Jahrhundert, Kapital 500 Thlr. Die
Zinsen werden von den drei Predigern bei der Jakobi-Kirche zu Stettin
an bettlägrige Arme der Stadt vertheilt.
Oekonomisch-patriotische Sociekät der Fürstenthttmer Schweidnitz und Janer,
zn Janer.
Der älteste aller derartigen Vereine des Preußischen Staats, datirt er
aus dem Jahre 1772.
Oelmannsches Stipendium zu Königsberg.
Dasselbe ist 1727 bei der Universität Königsberg gestiftet und
der Fonds betrug 1838 (Koch II. 556) 2186s Thlr. Von den
Zinsen erhalten das Konviktorium 131, der Stipendiat 53, eine Professoren-Wittwe
8 und 10^ Thlr. wurden kapitalisirt.
Joh. Konrad v. Oelrichs,
Dr., Geheimer Legationsrath zu Berlin (f 1790) setzte letztwillig a)
das Joachimsthalsche Gymnasium zum Erben ein, und es erhielt etwa
16,200 Thlr., die später um mehr als die Hälfte vermehrt worden
sind. Bon den Zinsen werden jährlich Stipendien à 50 Thlr. auf
Zwei Jahre an nicht adelige Studirende gezahlt. Der größte
Theil des Zins - Ertrages wird stiftungsmäßig für den am Gymnasium
zu ertheilenden juristisch-encyklopädischen Unterricht, für Unterricht
im Zeichnen, zur Vermehrung des Kapitals und zur Bestreitung
der Verwaltungskosten verwendet. Kollatoren der Stipendien
sind der Direktor, der Bibliothekar des Gyinnasiilms und der
Justitiarius des Schulkollegiums. 1>) Ein dem fra nz ösis ch en Gymnasium
zugewendetes Legat betrug 1000 Thlr. Die Zinsen dieses seitdem
^ebenfalls vermehrten Kapitals werden verwendet zu Stipendien
für Schüler aus dem Bürgerstande, die zur Universität abgehen, und
wobei Juristen besonders zu berücksichtigen sind, c) Ein gleiches Legat
erhielt das Fri e brich - Wi l h e lms - Gymn a si um. 'Es beträgt
1000 Thlr. und es wird gewährt aus demselben „ein Viatikum von
20 Thlr. dem in den Wissenschaften und in der lateinischen Sprache
geschicktesten und gesittetsten unter den bedürftigen Abiturienten bürgerlichen
Standes, vorzüglich einem die Rechte studirendeu." Ferner wird
ans diesem Legate ein Universitäts - Stipendium gezahlt, welches ans
zwei Jahre einem Schüler des Gymnasiums, der die beste und zugleich
auch selbstausgearbeitete lateinische Rede hält, verliehen wird. — Endlich
legirte v. Oelrichs d) dem Friedrichs-Werderschen Gymnasium
500 Thlr., wovon «die Zinsen mit 20 Thlr. demjenigen Schüler ge-