Full text: Preußisches Landbuch

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Osterberger geistliche Güterkasse. 
Eine alte Stiftung, aus den Einkünften des ehcuialigen Bernhardiner 
Mönchsklosters Osterbcrg (Kreis Tecklenburg), deren ' jährlicher Ertrag 
mit etwa 1250 Thlr. den ev. Geistlichen der Alt-Tecklenburgschcn Lan- 
dcstheile zn gute kommt. Die Verwaltung ist den Geistlichen über 
wiesen und wird durch einen Rendanten geführt. 
Ostermannsche Stiftung, 
bei der Universität Halle-Wittenberg, von der verw. Pros. Ostermann, 
geb. Anna Maria Strauß zu Wittenberg im Jahre 1697 mit 200 
Thlr. Kapital begründet. Das Benefiz soll der unbcniittelten Wittwe 
eines Professors der philosophischen Fakultät zu Wittenberg, in deren 
Ermangelung der bedürftigen Wittwe eines Diakoni oder Schulkollcgen 
zu Theil werden und ist von Demjenigen aus der Faniilie der Stif 
terin, welche ihr zunächst verwandt ist, zu konferiren. Wenn keine 
Blutsfreunde der Stifterin mehr vorhanden sind, )o wird das Benesi- 
zium für die Professoren-Wittwen von den Professoren der Wittenber 
ger Fundation vergeben, und können auch Wittwen der zur philosophi 
schen Fakultät gehörenden Professoren der Wittenberger Fundation zum 
Genusse dieser Unterstützung gelangen. Dagegen ist in Ermangelung 
einer perceptionsfähigen Professoren-Wittwe von den Direktoren des 
Prediger-Seminarii in Wittenberg, anstatt der erloschenen Familie der 
Stisterin, die Wittwe eines Diakoui oder Schulkollegen zu ernennen, 
welche dieses Benefizium zu empfangen hat. (Koch 1. 450.) 
Angnst Oswald, 
f. Schlesischer Verein zur Heilung armer Augeukranken. 
v. Ot hegraven, 
s. National-Dank. 
Mathias Joseph Otten, 
Priester zn Cornelymünster (+ 19. August 1833) vermachte vorbehalt 
lich des lebenslänglichen Nießbrauchs seiner Nichte den Armen der dor 
tigen Pfarr-Gemcinde letztwillig ein Kapital von 700 Thlr. und ein 
Wohnhaus im Werthe von 480 Thlr. Die Verwendung der Revc- 
nüen zu Gunsten der Hans-Armen steht bein Pfarrer zu. 
Otto, 
Geh. Kommcrzienrath zu Stettin, legirte ein Kapital von 6000 Thlr., 
dessen Zinsen zur Erziehung dortiger eximirter Waisen sowohl männ 
lichen als weiblichen Geschlechts bestimmt sind. Die Verwaltung der 
Stiftung steht unter Aufsicht der Regierung. Vgl. v. Plötzsches Ver- 
mächtniß. 
Ernestine Louise Wilhelmine Otto, 
unverehelicht zu Berlin (t 1843) vermachte dem Hospital zum heiligen 
Geist (s.,d.) 4000 Thlr., deren Zinsen seit I860 zur Unterstützung 
erkrankter Hospitalité« verwendet werden.
	        
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