Full text: Preußisches Landbuch

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weiter gehenden Leistungen wird Gelegenheit geboten. Die Anstalt sorgt 
für alle Unterrichts-, Erziehungs- und leiblichen Bedürfnisse. Pension 
200 Thlr. jährlich. 
Pensions-Anstalt für ausgediente Elementar Schullehrer des Regierungs Bezirks 
Breslau. 
Sie zählte Ende 1863 1790 Mitglieder und 97 Pensionaire. Von 
diesen erhielten 50 eine Pension von 40, 4 eine von 36, 2 eine von 
32, 41 eine Unterstützung von 18 Thlr.; im Ganzen wurden gezahlt 
26OO Thlr. Jährliche Beiträge 2700 Thlr., Stamm Kapital 5300 Thlr. 
Pensions-Fonds für ev. Geistliche der Oberlausitz. 
Das Reglement desselben hat unter dem 21. November 1864 die lan 
desherrliche Bestätigung erhalten; der Fonds selbst hat die Rechte einer 
juristischen Person. Berechtigt resp. verpflichtet zum Beitritt sind alle 
ev. Geistlichen, welche bei ihrer Emeritirung ans einen Antheil an dem 
Einkommen der Stelle gesetzlich Anspruch haben, namentlich auch Rek 
toren städtischer Schulen, welche gleichzeitig eine Prediger-Stelle ver 
walten. Nicht zum Beitritt berechtigt sind: 1) Pfarrgehülfen und 
Hülfsgeistliche, 2) solche Geistliche, welche, wie Divisions- und Gar 
nison-Prediger, aus einem besondern Pensionsfonds Ruhegehalt erhalten. 
Der Zuschuß von 100 Thlr. wird nur denjenigen gewährt, welche schon 
fünf Jahre zu dem Fonds Beiträge gezahlt haben. Bis dahin erhalt 
ein Geistlicher, der im ersten Jahre emeritirt wird, Nichts; im zweiten 
Jahre erhält er 20, im dritten Jahre 40, im vierten Jahre 60, im 
fünften Jahre 80 Thlr. Die Beiträge sind auf 1 pCt. des Einkom 
mens festgestellt und können dieselben ermäßigt werden, wenn der Zu 
stand der Kasse dies gestattet. Die Leitung des Fonds führt eine Kom 
mission, welche aus dem Landcsaltesten der Oberlausitz, dem ersten 
Bürgermeister der Stadt Görlitz und ans dem in Görlitz und aus zwei 
in der nächsten Nähe wohnenden Superintendenten besteht. Die Land 
stände der Oberlausitz haben eine jährliche Unterstützung von 200 Thlr. 
und die Stadt Görlitz eine solche von 66¿ Thlr. durch 30 Jahre be 
willigt. 
Pensions-Kasse der städtischen Lehrer und Beamten in Berlin. 
Ein in neuerer Zeit entstandenes Kommunal-Jnstitut. Bei Berechnung 
und Feststellung der Pension wie der Beiträge kommen die Bestimmun 
gen des Gesetzes vom 28. Mai 1846 in Verbindung mit den Koin- 
munalbeschlüssen vom 6. Sept. 1853 zur Anwendung. Nach diesen 
Beschlüssen werden den städtischen Lehrern bei der Pensionirung auch 
die Jahre in Anrechnung gebracht, welche sie, vor ihrer Berufung in 
den Dienst der Stadt Berlin, im Staatsdienst oder int Dienste anderer 
Kommunen zugebracht haben. S. Sterbekasse rc. 
Pensions- und Invaliden-Fonds für Erzieher der Kleinkinder- Bcwahranstalten 
zu Berlin. 
Im Jahre 1839 von dem „Vereine zur Beförderung der Kleinkiuder- 
Bewahranftalten" begründet. Jeder Erzieher des Vereins zahlt monat-
	        
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